In den vergangenen drei Tagen gingen bei europäischen Behörden und Airlines mehrere Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge ein, wobei heute eine ganze Serie von Drohungen den Luftverkehr in Europa betraf. Sie bezogen sich auf Flüge nach Brüssel, Rom, Dublin, Mailand, Warschau, Wien, Sofia und Helsinki. Bislang wurden mindestens 22 Drohungen ausgesprochen.
Die Drohungen richteten sich – was bislang bekannt ist – gegen die Wizz Air, Ryanair, LOT, Aegean Airlines, Aer Lingus und Finnair. Teilweise mussten die Flüge auf anderen Airports landen als geplant, teilweise wurden sie von Kampfflugzeugen bis zur Landung begleitet. In allen Fällen wurden die Flugzeuge von den Sicherheitskräften eingehend untersucht. Bislang wurde nichts gefunden.
Außerplanmäßige Landung in Évreux
Aufgrund der Drohung wurde beispielsweise der Flug EI402 der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus von Dublin nach Rom auf den Militärflugplatz Évreux in Frankreich umgeleitet, wo die 151 Passagiere das Flugzeug verlassen mussten, damit es durchsucht werden konnte. Auch ein Flug der Finnair – der von der Fluggesellschaft Jettime durchgeführt wurde – erhielt eine Drohung, konnte aber planmäßig in Wien landen. Auch der Flug Wizz Air W46387 musste nach einer Drohung umgeleitet werden. Statt von Mailand-Malpensa nach Warschau zu fliegen, musste der Airbus A321neo auf dem Flughafen Wien landen.
Auch Bulgarien war heute (erneut) von Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge betroffen. Gleich drei Maschinen mussten außerplanmäßig auf einem anderen als dem geplanten Zielflughafen landen. Es gibt bisher keine Erkenntnisse, wer hinter dieser Aktion steckt.
Volker K. Thomalla
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