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Serie von Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge in Europa

Nachdem es bereits in den vergangenen Tagen vereinzelte Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge in Europa gegeben hatte, sorgt heute eine ganze Welle von anonymen Bombendrohungen gegen mehrere Airlines für Probleme.

5.11.2026

Unter den Airlines, gegen die Anfang November 2026 mehrfach Bombendrohungen ausgesprochen wurden, ist auch die Wizz Air. © Volker K. Thomalla

In den vergangenen drei Tagen gingen bei europäischen Behörden und Airlines mehrere Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge ein, wobei heute eine ganze Serie von Drohungen den Luftverkehr in Europa betraf. Sie bezogen sich auf Flüge nach Brüssel, Rom, Dublin, Mailand, Warschau, Wien, Sofia und Helsinki. Bislang wurden mindestens 22 Drohungen ausgesprochen.

Die Drohungen richteten sich – was bislang bekannt ist – gegen die Wizz Air, Ryanair, LOT, Aegean Airlines, Aer Lingus und Finnair. Teilweise mussten die Flüge auf anderen Airports landen als geplant, teilweise wurden sie von Kampfflugzeugen bis zur Landung begleitet. In allen Fällen wurden die Flugzeuge von den Sicherheitskräften eingehend untersucht. Bislang wurde nichts gefunden.

Außerplanmäßige Landung in Évreux

Aufgrund der Drohung wurde beispielsweise der Flug EI402 der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus von Dublin nach Rom auf den Militärflugplatz Évreux in Frankreich umgeleitet, wo die 151 Passagiere das Flugzeug verlassen mussten, damit es durchsucht werden konnte. Auch ein Flug der Finnair – der von der Fluggesellschaft Jettime durchgeführt wurde – erhielt eine Drohung, konnte aber planmäßig in Wien landen. Auch der Flug Wizz Air W46387 musste nach einer Drohung umgeleitet werden. Statt von Mailand-Malpensa nach Warschau zu fliegen, musste der Airbus A321neo auf dem Flughafen Wien landen.

Auch Bulgarien war heute (erneut) von Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge betroffen. Gleich drei Maschinen mussten außerplanmäßig auf einem anderen als dem geplanten Zielflughafen landen. Es gibt bisher keine Erkenntnisse, wer hinter dieser Aktion steckt.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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