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Virgin America geht vollständig in Alaska Airlines auf

Mit der Erteilung einer gemeinsamen Betriebsgenehmigung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA ist die Fluggesellschaft Virgin America offiziell verschwunden. Alaska Airlines hat die 2004 gegründete Airline jetzt komplett in den eigenen Flugbetrieb integriert.

19.01.2018

Alaska Airlines hat von der Luftfahrtbehörde FAA ein gemeinsames AOC für die Integration von Virgin America erhalten. © Alaska Airlines

Die Alaska Air-Gruppe, zu der neben Horizon Air auch Alaska Airlines gehört, hat im Dezember 2016 die in San Francisco beheimatete Fluggesellschaft Virgin America für rund vier Milliarden US-Dollar übernommen. 2,6 Milliarden Dollar zahlte die Alaska Air-Gruppe direkt, zusätzlich übernahm sie Verbindlichkeiten in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar.

Die Integration von Virgin America in den Betrieb von Alaska Airlines erwies sich als herausfordernde Mammutaufgabe. Alaska Airlines fliegt beispielsweise ausschließlich Boeing-Flugzeuge, Virgin America hatte eine reine Airbus-Flotte mit zuletzt 67 Flugzeugen der A320-Familie, darunter auch vier A321neo.

Alaska Airlines bietet das dichteste Streckennetz aller US-Airlines an der Westküste der Vereinigten Staaten. Hier ist eine Boeing 737-900 in der neuen Lackierung zu sehen. © Alaska Airlines.

Alaska Airlines hat nach eigenen Angaben über 10.500 Mitarbeiter in den neuen Prozessen geschult. Die Flugbegleiter von Virgin America erhielten beispielsweise iPhones, auf denen sie genauso wie die Alaska-Airlines-Flugbegleiter ihre Dienstpläne einsehen und bearbeiten können. Und die Cockpit-Besatzungen von Virgin America wurden auch auf die neuen Betriebshandbücher und Prozesse von Alaska Airlines umgeschult. Sie bekommen auch iPads, auf denen sie alle Informationen finden, die sie für ihren Dienst benötigen.

1.500 Änderungen in 68 Handbüchern

Um die FAA-Zulassung für die Integration von Virgin America in Alaska Airlines zu erhalten, musste die Fluggesellschaft 1.500 Änderungen in den insgesamt 68 verschiedenen Betriebshandbüchern einpflegen und sich genehmigen lassen.

„Dies ist ein großer Moment für unser Unternehmen“, sagte Ben Minicucci, Präsident und COO von Alaska Airlines und in Personalunion auch Hauptgeschäftsführer (CEO) von Virgin America. Er ergänzte: „Wir sind nun in den Augen der FAA eine einzige Airline!“

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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