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Neuseeland erwägt die Beschaffung von MH-60R Seahawk

Neuseeland sucht schon länger nach einem Ersatz für seine Marine-Hubschrauber des Typs SH-1 Seasprite. Nun hat sich das Land entschieden, die Sikorsky MH-60R Seahawk zu beschaffen. Das US-Außenministerium hat grünes Licht gegeben.

10.06.2026

Die U.S. Navy ist der größte Nutzer der MH-60R-Marinehubschrauber. Nun erwägt auch Neuseeland, das Muster zu beschaffen. © Lockheed Martin

Das US-Außenministerium hat einen Antrag Neuseelands positiv beschieden, nach dem der Südpazifik-Staat fünf Sikorsky MH-60R Seahawk-Hubschrauber beschaffen will. Auch der Exportausschuss des US-Senats hat grünes Licht für den Verkauf der maritimen Mehrzweckhubschraubern gegeben.

Der Vertrag im potenziellen Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 1,275 Milliarden Euro), der noch ausgehandelt werden muss, umfasst auch die Lieferung von Ersatztriebwerken und Missionssystemen, die einer Exportgenehmigung bedürfen. Zudem sollen im Rahmen der Beschaffung technische und logistische Unterstützungsleistungen erbracht werden. Sikorsky, eine Tochtergesellschaft von Lockheed Martin, soll darüber hinaus Schulungen durchführen und die dazugehörige Ausrüstung liefern.

Die MH-60R sollen bei der Royal New Zealand Air Force die heute genutzten, aber in die Jahre gekommenen Kaman SH-1 Seasprite ersetzen. Ein Faktor bei der Entscheidung des Landes zur Beschaffung der MH-60R war die Tatsache, dass Australien, einer der engsten Verbündeten von Neuseeland, das Muster bereits betreibt.

Die MH-60R Seahawk werden von einer aus drei Mann bestehenden Crew geflogen und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 180 Knoten, haben eine Reichweite von bis zu 520 nautischen Meilen (963 Kilometer) und können eine Nutzlast von bis zu 1.500 Kilogramm befördern. Sie sind mit einem Mk54-Torpedo für die U-Bootjagd, AGM-114-Hellfire-Luft-Boden-Raketen, Maschinengewehren sowie Advanced Precision Kill Weapon Systems bewaffnet. Die Genehmigung zum Verkauf der MK54-Torpedos wurde bereits in einem separaten Verfahren erteilt.

Bob Fischer

 

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