Die Aerodata AG aus Braunschweig hat in Strausberg in Brandenburg gestern erstmalig ihre AeroForce-X-Drohne der Öffentlichkeit präsentiert. Sie wurde zwar am Unternehmenssitz in Niedersachsen konstruiert, wird aber in Strausberg produziert. Bei der Vorstellung war politische Prominenz vertreten, unter anderem in Person des Ministerpräsidenten von Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke und des Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Olaf Lies. >
Bei der AeroForce X handelt es sich um eine MALE-Drohne, die von zwei Kolbenflugmotoren angetrieben wird. MALE ist ein Akronym, welches für Medium Altiude Long Endurance steht. >
Das Fluggerät verfügt über eine Spannweite von 26 Metern und Flügel hoher Streckung. Es kann eine Nutzlast von rund 1.300 Kilogramm transportieren und bis zu 40 Stunden in der Luft bleiben. Die beiden Motoren drehen jeweils einen Dreiblatt-Propeller von MT-Propeller aus Straubing.
Aufbauend auf drei Jahrzehnten Erfahrung
Neset Tükenmez, der Hauptgeschäftsführer der Aerodata AG, sagte bei der Vorstellung der Drohne: „Europa braucht eigene, verlässliche Fähigkeiten, um kritische Infrastrukturen zu schützen und in sicherheitspolitisch herausfordernden Zeiten handlungsfähig zu bleiben. Mit AeroForce X bauen wir auf mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in der luftgestützten Überwachung und Aufklärung auf und schaffen die Grundlage für eine leistungsfähige europäische Lösung im Bereich unbemannter Luftfahrtsysteme.“
Ministerpräsident Lies sagte in Strausberg: „Dieser Roll-out ist mehr als die Vorstellung eines neuen Fluggeräts – es ist ein sichtbares Zeichen für Innovationskraft, technologischen Fortschritt und industrielle Zukunftsfähigkeit. Aerodata zeigt vorbildlich, wie aus Forschung, Ingenieurskunst und unternehmerischem Mut neue Schlüsseltechnologien entstehen.“
Die Aerodata bietet die AeroForce X zusammen mit Dynauton in Indien an. © Aerodata AG
Jetzt folgen Bodentests mit der AeroForce X, die noch vor Ende dieses Jahres zum Erstflug abheben soll. Im April dieses Jahres hatte Aerodata bekanntgegeben, eine Grundsatzvereinbarung (MoU) mit der Dynauton Systems getroffen zu haben, um das Fluggerät auch als unbemannte, luftgestützte Überwachungs- und Aufklärungslösung im indischen Raum anzubieten.
Volker K. Thomalla
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