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Die U.S. Navy beschafft zusätzliche P-8A Poseidon

Die Serienfertigung der Boeing P-8A Poseidon nähert sich langsam ihrem Ende. Die U.S. Navy hat die Beschaffung von zwölf weiteren Exemplaren des Seefernaufklärers und U-Bootjagd-Flugzeugs beantragt.

12.05.2026

Eine Boeing P-8A Poseidon der U.S. Navy. © Niek van der Zande

Die US Navy wird die Beschaffung der Boeing P-8A Poseidon nach einer Pause in den Haushaltsjahren 2025 und 2026 wieder aufnehmen. Der Haushaltsentwurf für 2027, veröffentlicht im April 2026, umfasst zwölf neue Flugzeuge im Wert von etwas über 4,2 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 3,57 Milliarden Euro.

Das Haushaltsjahr 2027 ist derzeit als letztes Produktionsjahr geplant, wobei die letzten Lieferungen der Boeing P-8A aber erst im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2032 erwartet werden.

Der Neustart der Lieferungen der P-8A an die U.S. Navy kommt nach dem Abschluss der Tests für die Increment 3 Block 2-Konfiguration, die im April 2026 die anfängliche Einsatzbereitschaft (IOC) erreichte. Die Beschaffung wurde während dee Geschäftsjahre 2025 und 2026 pausiert, während dieses größere Upgrade getestet wurde.

Verbesserungen der Sensoren

Mit dem Increment 3 Block-2-Standard führt die U.S. Navy Verbesserungen bei Sensoren und Datenverarbeitung, sicherer Kommunikation und U-Boot-Abwehrfähigkeiten ein und unterstützt damit den Wandel der Marine hin zu vernetzten, systembasierten Operationen.

Die ersten Boeing P-8A Poseidon, die für die Modifikation auf den neuen Baustandard vorgesehen sind, wurden im März 2024 an Boeing zur Modifikation im Boeing Service-Center auf dem Cecil Airport in Jacksonville in Florida übergeben. Die Umrüstung der ersten Flugzeugen wurde im Juni 2025 abgeschlossen. Nach einem erweiterten Testprogramm hat die verbesserte Konfiguration nun ihre IOC erreicht. Die US-Marine strebt an, alle ihre P-8A Poseidon auf den neuen Baustandard zu modernisieren.

Boeing hat bislang über 170 P-8A Poseidon ausgeliefert. Größter Nutzer des Musters ist die U.S. Navy. Weitere Nationen, bei denen die P-8 im Dienst steht, sind Deutschland, Großbritannien, Neuseeland, Südkorea, Norwegen, Australien und Indien. Die Deutsche Marine hat derzeit schon drei von acht bestellten Flugzeugen in Empfang genommen. Singapur und Kanada haben Verträge unterschrieben, um die P-8A ebenfalls zu beschaffen.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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