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Die vierte P-8A Poseidon für die Deutsche Marine ist in Nordholz gelandet

Die Hälfte der bestellten Seefernaufklärer Boeing P-8A Poseidon für die Deutsche Marine ist nun schon ausgeliefert. Das vierte Exemplar ist nach seinem Ferryflug aus den USA in Niedersachsen gelandet. Die weiteren Flugzeuge sollen bis 2029 ausgeliefert werden.

27.10.2026

Das Foto zeigt die Landung der zweiten P-8A der Deutschen Marine in Nordholz. Auch die vierte P-8A Poseidon wurde mit überklebten Kennzeichen überführt. © Bundeswehr / Kelm

Die Deutsche Marine verfügt nun über vier U-Bootjagd- und Seeferaufklärungsflugzeuge des Typs Boeing P-8A Poseidon. In der vergangenen Woche landete das vierte Exemplar des Musters auf dem Marineflliegerstützpunkt Nordholz, bestätigte das Marinekommando auf Anfrage von AeroBuzz.de.

Das Flugzeug mit dem Kennzeichen 63+04 hatte für den Ferryflug aus den Vereinigten Staaten seine Hoheitsabzeichen und die Kennung schwarz abgeklebt. Die Bundeswehr wird insgesamt acht Boeing P-8A erhalten, die in zwei Chargen bestellt wurden. Die erste Charge über fünf Flugzeuge wurde 2021 in Auftrag gegeben, die zweite über drei Flugzeuge im Herbst 2023. Die Deutsche Marine rechnet mit der Auslieferung aller bestellten Poseidon bis 2029.

Die Poseidon der Marine werden vom Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ in Nordholz betrieben. Die Boeing P-8A ist das größte Kampfflugzeug der Bundeswehr. Es ist mit Torpedos und Wasserbomben ausgerüstet und soll zu einem späteren Zeitpunkt auch mit Seeziel-Flugkörpern bewaffnet werden.

Wichtiges Einsatzmittel für SAR-Missionen

Die P-8A ist eine komplett digitalisierte Plattform. Über eine direkte Datenkommunikation sind die Besatzungen in der Lage, Informationen nahezu in Echtzeit an die Lagezentren innerhalb der Bundeswehr zu verteilen. Durch automatisierte Verfahren in Kommunikation und Navigation haben die Crews auch mehr Kapazitäten für ihre eigentliche Aufgabe, die Seeraumüberwachung. über und unter Wasser sowie die U-Boot-Jagd. Außerdem kann der Seefernaufklärer durch seine moderne Sensorik und große Reichweite, die mittels Luftbetankung noch erhöht werden kann, einen wichtigen Beitrag zu Search-and-Rescue-Operationen (SAR) leisten.

Langfristig ist auch der gemeinsame Einsatz der P-8A Poseidon mit den unbemannten Fluggeräten MQ-9B SeaGuardian geplant, von denen die Bundeswehr acht Systeme bestellt hat. Diese sollen ab 2028 ausgeliefert und ebenfalls im Marinefliegergeschwader 3 in Dienst gestellt werden.Den Einsatzradius der P-8A Poseidon gibt die Bundeswehr mit 1.190 nautischen Meilen (2.200 Kilometern) an.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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