Homepage » Militär » US-Regierung erlaubt Fighter-Exporte in die Schweiz

Das US-Außenministerium hat erwartungsgemäß grünes Licht für den Export der beiden Kampfflugzeugmuster F-35A Lightning II und der F/A-18E/F Super Hornet in die Schweiz gegeben. Bei der Bekanntgabe der Exportgenehmigung gab die Rüstungsexportbehörde DSCA bislang unbekannte Details preis.

2.10.2020

Die US-Regierung hat den Export der F/A-18E/F Super Hornet an die Schweiz Anfang Oktober 2020 genehmigt. © U.S. Navy/Alexander B. Williams

Nachdem die Schweizer Bevölkerung sich in einem Volksentscheid mit knapper Mehrheit für die Beschaffung von neuen Fightern und einem neuen Flugabwehrsystem ausgesprochen hat, genehmigte am 30. September die US-Regierung den potenziellen Verkauf sowohl der Boeing F/A-18E/F als auch der Lockheed Martin F-35A Lightning II an die Schweiz. Das US-Außenministerium hat grünes Licht gegeben und beide Genehmigungen zur Abstimmung an den US-Kongress weitergeleitet. Die Zustimmung des Kongresses gilt als sicher.

Vier Fighter sind noch im Wettbewerb

Im Wettbewerb Air2030 um einen Nachfolger der F-5E Tiger II sowie der Boeing F/A-18C/D Hornet der Schweizer Luftwaffe stehen derzeit noch die beiden US-Fighter sowie die Rafale von Dassault Aviation und der Eurofighter Typhoon. Eine Entscheidung über die Typenwahl soll im zweiten Quartal 2021 fallen.

Die US-Regierung hat auch einem möglichen Export der Lockheed Martin F-35A Lightning II in die Schweiz zugestimmt. © Volker K. Thomalla

Die Rüstungsexportbehörde Defense Security Cooperation Agency (DSCA) veröffentlichte dabei auch Details des Angebots, die bislang der Geheimhaltung unterlagen. Das Budget der Schweiz für die Beschaffung der Flugzeuge liegt bei 6,0 Milliarden Schweizer Franken. Das Angebot für 40 F-35A liegt bei 6,58 Milliarden US-Dollar, also umgerechnet 6,06 Milliarden Franken, während das Angebot für die gleiche Anzahl von Boeing F/A-18E/F Super Hornet mit 7,452 Milliarden US-Dollar, also 6,87 Milliarden Franken, deutlich über dem Haushaltsansatz der Schweizer Regierung liegt.

Die Exportgenehmigungen enthalten auch die von der Schweizer Luftwaffe angefragten Ersatzteile, Trainingsmittel und Unterlagen sowie genehmigungspflichtige Avionik und Systeme und Bewaffnungen. Als Bewaffnung der F-35A hat die Schweiz angefragt: 40 Luft-Luft-Raketen Sidewinder AIM-9X Block II+ sowie 56 Trainingsraketen für diesen Typ, 24 Bomben Mk 82, 12 GBU-53-Bomben sowie 18 JDAM-Umrüstsätze für GBU-54-Bomben. Zusätzlich umfasst die Genehmigung für den F-35A-Export eine nicht bezifferte Anzahl von 25-mm-PGU-23-Munition.

Die gewünschte Bewaffnung der Boeing F/A-18E/F unterscheidet sich nur duch die Bordkanonen, die bei der Super Hornet das Kaliber 20 mm aufweist und die dafür notwendige Munition. Als Posten bei der F/A-18C/D-Genehmigung explizit aufgelistet ist auch die Überführung der Fighter sowie die Unterstützung eines ausländischen Verbindungsoffiziers.

Bob Fischer

 

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

1 Kommentar

  • Rolf

    Die Schweizer sollten bei der Beschaffung neuer Kampfjets nicht so stur sein und ein Auge auf den neuen Grippen werfen, um den linken Lügner den Wind aus den Segel nehmen.

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