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Ju 52 und Constellation der Lufthansa wieder öffentlich zugänglich

AeroBuzz hat mehrfach über die spektakulären Transporte der Lockheed L-1649A Super Star und der Junkers Ju 52 der Lufthansa zu ihrem neuen Standort „Hangar One“ der Lufthansa Group am Frankfurter Flughafen berichtet, wo sie im Rahmen einer Ausstellung zu „100 Jahre Lufthansa“ seit August drei Tage pro Woche für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

8.11.2026

Die Lufthansa Super Star Constellation kommt im dezenten Blau der Hangarbeleuchtung besonders zur Geltung. © Lufthansa

Am 6. April dieses Jahres wurde der „Hangar One“ in Frankfurt feierlich eröffnet und zunächst den aktiven und ehemaligen Mitarbeitern der Lufthansa sowie den Projektbeteiligten die Gelegenheit gegeben, die Ausstellung und ihre beiden Prunkstücke Junkers Ju 52 D-AQUI und Lockheed L-1649A Super Star D-ALAN am endgültigen Standort in Augenschein zu nehmen.

Hangar One der Lufthansa Group

Am 5. Juni dieses Jahres war es dann soweit, dass auch diejenigen, die 32 Jahre lang den Betrieb der Ju 52 begleitet haben, die 10 Jahre Projektarbeit Super Star Constellation bewältigten und 20 Jahre die Restaurierung beziehungsweise Rekonstruktion der Focke-Wulf Fw 200 durchführten, der Einladung als Dank der Deutschen Lufthansa Berlin Stiftung folgen konnten, um mit eigenen Augen den Endstand zu begutachten. Man hätte die beiden Ikonen zwar lieber fliegend gesehen, – in dem Element, für das sie gebaut wurden –, aber dieser Plan B ist das Beste, was den beiden Flugzeugen geschehen konnte. Das bisher positive Echo zur Art und Weise der Gesamtausstellung spricht für sich.

Damit auch die Geschichte dieser Flugzeugprojekte nicht verloren geht, hat ein Zusammenschluss von ehemaligen Crewmitgliedern dieser beiden Flugzeuge der Lufthansa angeboten, bei Veranstaltungen in Vorträgen und Führungen diese Flugzeuge lebendig zu halten.

Ausstellung 100 Jahre Lufthansa

Die zwei Flugzeuge werden im Hangar One auf Dauer ausgestellt bleiben und bieten für Events, Tagungen und andere Veranstaltungen einen geschichtsträchtigen und beeindruckenden Hintergrund. Die Ausstellung „100 Jahre Lufthansa“ gibt den Besuchern einen Einblick in den Beginn der Passagierluftfahrt in den 1920/30er Jahren mit all ihren Höhen und Tiefen bis hin zu den heutigen modernen Passagierflugzeugen mit der Einführung der A350-1000 bei der Kranich-Airline in diesen Tagen.

Passend zu den zehn Jahren Projekt „Lockheed L-1649A Super Star“ und der finalen Ausstellung dieses Flugzeuges erschien im vergangenen Monat ein Buch von August-Wilhelm Henningsen, – von 2001 bis 2015 Vorsitzender des Vorstands der Lufthansa-Technik AG –- und dem Journalisten Till Bartels. Es trägt den Titel „Die Lockheed L-1649A Super Star der Lufthansa“ und ist im GeraMond Verlag erschienen.

Das Buch über die L-1649A von Till Bartels und August-Wilhelm Henningsen ist im Oktober 2026 herausgekommen. © GeraMond Verlag

Dieses Buch ist eine Würdigung des bekanntesten Passagierflugzeuges der Lufthansa in den 1950er Jahren. Die Rückkehr einer Diva, wie sie in Fachkreisen auch genannt wurde.

Sie gilt unter Luftfahrt-Enthusiasten unangefochten als eine Stilikonen am Himmel. Ende der 1950er-Jahre läutete sie als Flaggschiff der Lufthansa mit den ersten Nonstop-Flügen über den Atlantik den luxuriösen Senator-Service ein.

Das Buch schlägt gekonnt den Bogen der Geschichte der „Connie“, – wie sie liebevoll genannt wird –, zu einem Jahrhundertprojekt mit dem Ziel, dieses einzigartige Flugzeug als einen Meilenstein in der Entwicklung der Passagierluftfahrt der Nachwelt zu erhalten.

Herausforderungen bei der Restaurierung

Bilder und Text ergänzen sich, können ohne einander nicht existieren. Rund 200, teils noch nie zuvor veröffentlichte Fotos zeigen an diesem Flugzeug den Glanz einer Epoche, in der Fliegen noch ein exklusives Abenteuer war und welchen Herausforderungen bei der Restaurierung sich Technik und Flugbetrieb stellen mussten.

Die Leser begleiten mit den Autoren die außergewöhnliche, jahrelange Restaurierung eines der letzten verbliebenen Exemplare der in nur 44 Stückzahlen gebauten L-1649. Es ist ein packendes Porträt der Schlussphase der Kolbenmotor-Propellerflugzeuge in der Verkehrsluftfahrt und einer angestrebten Wiedergeburt der Super Star Constellation“. Ein Buch für Liebhaber historischer Technik und Fans ziviler Luftfahrtgeschichte.

Jan Frieben

 

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Über Jan Frieben

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Jan Frieben kann auf eine lange Karriere in der Luftfahrt zurückblicken. Er hat als Dispatcher beim JaBoG 31 seinen Dienst geleistet, war am Medizinischen Institut der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt tätig, hat Flugzeugbau studiert und flog von 1980 bis 2004 bei der Lufthansa als Flugingenieur die Boeing 727, die Douglas DC-8 und die Boeing 747-200. Er war seit 2008 im Projektteam der Lockheed L-1649 Super Star und hat bislang rund 11.000 Flugstunden gesammelt. Er war nebenbei auch immer journalistisch tätig.

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