Die schwedische Rüstungsbeschaffungsagentur FMV (Försvaret materielverk) hat im Mai dieses Jahres zwei Ultralangstreckenjets des Typs Bombardier Global 6500 in Empfang genommen. Diese beiden Flugzeuge werden von der schwedischen Regierung als Regierungsjets genutzt und von der 75. Regierungsflugstaffel der Luftflotille 7 der schwedischen Luftstreitkräfte (Flygvapnet) vom Flughafen Arlanda aus betrieben. Die beiden Flugzeuge tragen bei der Flygvapnet die Bezeichnung Tp 106 und die Kennzeichen 064 und 065. Sie ersetzen die bisher genutzten Regierungsjets Gulfstram G550 und Gulfstram GIV.
Die Beschaffung der beiden neuen Jets kostet rund 1,1 Milliarden Schwedische Kronen, umgerechnet rund 102 Millionen Euro.
Vereinheitlichung der Flotte
Die schwedischen Streitkräfte rechnen damit, dass die Betriebskosten durch die Neuanschaffungen reduziert werden, da die Tp 106 über eine große Baugleichheit mit den Frühwarnflugzeugen vom Typ Saab GlobalEye aufweisen, die als Plattform ebenfalls die Bombardier-Global-Business-Jets nutzen. Dadurch können sich Sysnergieeffekte bei der Ersatzteilversorgung und bei der Ausbildung des Personals ergeben. Die GlobalEye tragen bei der Flygvapnet die Bezeichnung S 106.
Björn Hellbom, der Projektleiter der Beschaffung bei der FMV, sagte: „Die Beschaffung war geprägt von großem Vertrauen und einem lösungsorientierten Ansatz zwischen dem Lieferanten und der FMV; gleichzeitig pflegten wir während des gesamten Projekts einen klaren Dialog und eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Streitkräften. Dies war entscheidend dafür, diese Fähigkeit in so kurzer Zeit bereitstellen zu können.“
Die Flygvapnet feiert in diesem Jahr den 100. Jahrestag ihrer Gründung. Dazu findet unter anderem am 22. und 23. August ein Jubiläumsflugtag in Linköping in Mittelschweden statt.
Volker K. Thomalla
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