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Jet Aviation feiert die Eröffnung des neuen Widebody-Hangars

Jet Aviation hat seinen neuen Hangar 3 am Flughafen Basel eröffnet. Der neue Widebody-Hangar stärkt die Position des größten Standortes des Unternehmens sowie die Position des EuroAirports Basel Mulhouse als das weltweite Kompetenzzentrum für VVIP-Completions und -Maintenance.

23.11.2018

Neben dem VVIP-Jumbo wirkt die Falcon 900 in dem neuen Widebody-Hangar von Jet Aviation in Basel fast klein. © Volker K. Thomalla

Schneller als geplant und innerhalb des Budgets geblieben: Projekte an Flughäfen, die sich mit solchen Merkmalen schmücken können, sind selten geworden. Der global tätige Business-Aviation-Dienstleister Jet Aviation kann ein solches Projekt vorweisen. Sein neuer Widebody-Hangar (Hangar 3) am EuroAirport Basel Mulhouse wurde bereits im Oktober fertiggestellt und nun offiziell eingeweiht.

Jet Aviation Hangar 3 in Basel

Mit dem neuen Hangar 3 hat Jet Aviation die Kapazität geschaffen, um weiterhin im Segment der Instandhaltung und Kabinenausrüstung von VVIP-Großraumflugzeugen ein gewichtiges Wort mitzureden. Der Hangar verfügt über eine Grundfläche von 8.700 Quadratmetern und kann bis zu zwei Widebody-Flugzeuge gleichzeitig aufnehmen. Alternativ können die Techniker in dem Hangar auch an einem Widebody und mehreren kleineren Flugzeugen gleichzeitig arbeiten. Bei der Eröffnung des Hangar 3 hatte Jet Aviation eine Boeing 747-300, einen BBJ, eine Falcon 900 sowie eine Gulfstream gleichzeitig in dem Gebäude abgestellt.

Die Zahlen des Gebäudes sind beeindruckend: Die Hangartore sind 80 Meter breit und 14,20 Meter hoch. Aussparungen oberhalb der Tore bieten Platz für die Seitenleitwerke von großen Flugzeugen. Vier riesige Leimverbinder-Balken tragen die gesamte Dachlast des Gebäudes. Insgesamt wurden im neuen Hangar 950 Tonnen Holz, 300 Tonnen Stahl und 1.600 Kubikmeter Beton verbaut.

8.740 m Hangarfläche

Neben der Hangarfläche beherbergt das neue Gebäude auch 2.000 Quadratmeter Fläche für Werkstätten und Büros. Jet Aviation arbeitet in Basel bei der Wartung, Instandhaltung, Überholung und Kabineneinrichtung mit einer hohen Fertigungstiefe und hält neben einem Design-Studio und eine Engineering-Abteilung auch eine Metallwerkstatt, eine Holzwerkstatt, eine Polsterei, eine Avionikabteilung und weitere spezialisierte Werkstätten vor. Rund 1.300 der insgesamt 4.800 Mitarbeiter des Unternehmens sind an dem größten Standort des Unternehmens beschäftigt. „Bislang hat Jet Aviation in Basel über 200 Kabinen von VIP-Flugzeugen ausgerüstet“, sagte Dirk Sapatka, Site Operations Leader und General Manager des Jet Aviation-Standortes Basel, bei seiner Ansprache zur Eröffnung.

Rob Smith, der Präsident von Jet Aviation, sagte: „Wir können auf eine lange Geschichte von großen Modifikationen und Completions bei Jet Aviation zurückblicken. Wir werden auch weiterhin in die neuesten Technologien investieren, die unseren Kunden die höchste Qualität und die höchsten Sicherheitsstandards garantieren. Dieser Hangar unterstreicht unser kontinuierliches Bekenntnis zu Basel und der Region und ist ein Ausdruck der Anerkennung von früheren und künftigen Erfolgen.“

Die Idee für einen neuen Hangar kam erst vor drei Jahren auf, berichtet Sylvain Von Hof, Senior Director Facility Management, EMEA & Asia bei Jet Aviation. Mitte 2016 wurde das Projekt den Anteilseignern des Unternehmens präsentiert, und das Budget freigegeben. Um den neuen Hangar zu errichten, mussten zwei alte Hangars weichen. Dank einer Neugestaltung des Vorfeldes im Rahmen des Neubaus hat Jet Aviation 5.000 m2 Vorfeldfläche hinzugewonnen, die nicht nur das Rangieren von Flugzeugen erleichtern, sondern auch zusätzliche Abstellfläche bieten.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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