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Helios Horizon flog erstmalig ein Flugzeug mit einer Festkörper-Batterie

Die Energiedichte von Batterien ist ein entscheidender Knackpunkt für die Elektromobilität, sei es im Straßenverkehr oder in der Luftfahrt. Batterien mit Festkörperzellen sind eine vielversprechende Technologie. Nun ist erstmalig ein manntragendes Fluggerät mit einer solches Batterien geflogen.

26.06.2026

Am 5. Juni 2026 ist mit der modifizierten Pipistrel Taurus mit dem Namen Helios Horizon erstmalig ein maintragendes Fluggerät mit einer Festkörper-Batterie geflogen. © James Darcy

Am 5. Juni 2026 flog Miguel Iturmendi, der Gründer und Chef-Testpilot der gemeinnützigen Technologie-Initiative auf Helios Horizon dem Zephyrhills Municipal Airport im US-Bundesstaat Florida einen modifizierten, elektrisch angetriebenen Motorsegler vom Typ Pipistrel Taurus. Das einmotorige Flugzeug wurde von Lithium-Ionen-Batterien mit einer Energiedichte von 260 Wh/kg auf Festkörper-Batterien (Solid State Cells) mit 410 Wh/kg Energiedichte umgerüstet. Diese bieten eine um 60 bis 80 Prozent höhere Energiedichte bei kompakterer Bauweise.

Schnelle Ladezeiten, hohe Energiedichte

Dies war der erste Flug eines Fluggeräts mit Menschen an Bord, bei dem eine solche Batterietechnologie als Energieträger für den Antrieb genutzt wurde. Solid State-Batterien haben im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus den Vorteil, dass sie leichter und kompakter sind und bei gleicher Größe wie ein Lithium-Ionen-Akkus die Reichweite beziehungsweise Flugdauer eines elektrisch angetriebenen Fluggeräts fast verdoppeln können. Außerdem können sie nach Angaben von Helios Horizon in rund 15 Minuten von „fast entladen“ auf 80 Prozent Ladezustand geladen werden.

Miguel Iturmendi sagte: „Zum ersten Mal verfügen wir nun über eine Batterietechnologie, die die für eine kommerzielle Elektrofliegerei erforderliche Reichweite und Ladezeiten bietet und gleichzeitig die Sicherheit gewährleistet, die die Fluggäste erwarten.“

Iturmendi geht davon aus, dass die Energiedichte seiner Batterien in den nächsten zwei Jahren noch einmal um bis zu 40 Prozent gesteigert werden kann.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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