Roland Bosch ist gestorben. Mit ihm ist ein in der gesamten Allgemeinen Luftfahrt anerkannter und beliebter Messe-Manager gegangen. Roland war seit 1988 bei der Messe Friedrichshafen und hat die AERO groß gemacht und mit seiner Arbeit die Grundlage für die heutigen Erfolge gelegt.
Ihm war der persönliche Kontakt zu „seinen AERO-Ausstellern“ immer extrem wichtig und er lebte dies auch, nicht nur in der Woche, in der die AERO stattfand, sondern das gesamte Jahr über. Er passte die Messe ständig den Bedürfnissen der Aussteller und der Besucher an und fand immer Kompromisse, wenn es darum ging, unterschiedliche Auffassungen unter einen Hut zu bringen.
Er sagte in einem Interview: „Es gibt nicht viele Jobs, die so interessant sind wie eine Projektleitung einer Messe. Wenn man wie ich viele Jahre dabei ist, baut man ein riesiges Netzwerk auf. Messen sind Innovationstreiber. Somit bekommt man oft schon sehr früh Informationen über neue Produkte mit. Und Messe ist ein Face-to-Face-Geschäft. Man ist ständig mit Menschen in Kontakt. Langeweile gibt es im Messegeschäft, wenn man es mit Herzblut betreibt, nicht.“
35 Jahre bei der Messe Friedrichshafen
Von Oktober 1988 bis Ende Dezember 2025 war Roland – mit einer zweijährigen Unterbrechung – bei der Messe Friedrichshafen angestellt. Er liebte und lebte die AERO und die Klassikwelt Bodensee. Roland war ein absolut lebensbejahender Mensch und ein beliebter Gesprächspartner. Viele Geschäftspartner wurden im Laufe der Jahre zu Rolands Freunden.
Zum Jahreswechsel 2025/2026 war Roland in den Ruhestand gewechselt. Er wollte sich aber nicht komplett zur Ruhe setzen, sondern wollte sein Wissen und sein Können als Senior Consultant weiter in den Dienst der Branche und der Messe stellen, wenn auch nicht mehr in Vollzeit. Er hatte eine eigene Agentur gegründet und wollte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Auf der AERO 2026 verabschiedete die Messe Friedrichshafen ihn mit einer Überraschungsparty. Langjährige Weggefährten feierten ihn und mit ihm. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass es ein Abschied für immer sein sollte.
Volker K. Thomalla
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