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Piper hat gleich zwei neue Trainingsflugzeuge vorgestellt

Piper hat heute mit der Ankündigung von zwei neuen Trainingsflugzeugen seine Produktpalette erweitert. Bei der Konstruktion und der Fertigung der Flugzeuge hatte der Hersteller den Konstrukteuren das Wort "Erschwinglichkeit" groß ins Pflichtenheft geschrieben.

2.04.2019

Piper-Präsident Simon Caldecott hat heute die beiden neuen Trainingsflugzeuge Piper Pilot 100 und Piper Pilot 100i vorgestellt. © Piper Aircraft

Piper Aircraft hat heute am ersten Tag von Sun ’n Fun in Lakeland im US-Bundesstaat Florida zwei neue einmotorige Trainingsflugzeuge vorgestellt. Simon Caldecott, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Piper Aircraft, präsentierte heute nicht wie erwartet ein, sondern gleich zwei neue Trainingsflugzeuge.

Vor drei Jahre hatte der Piper-Chef eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die ein möglichst erschwingliches Trainingsflugzeug auf Basis der Piper PA-28 entwickeln solle, sagte Simon Caldecott heute in Lakeland. Herausgekommen sind gleich zwei neue Flugzeuge: Die Piper Pilot 100 und die Piper Pilot 100i. Caldecott enthüllte bei Sun ’n Fun ein Proof-of-Concept-Flugzeug der Pilot 100i.

3D-Druck in der Serienfertigung

Die Pilot 100 ist als Zweisitzer für das Training nach Sichtflugregeln ausgelegt. Ein dritter Sitz sei als Option erhältlich, verriet Caldecott bei seiner Präsentation. Als Antrieb dient ein Continental Prime IO-370-D3A-Vierzylinder-Einspritzmotor, der seine Kraft an einen Zweiblatt-Propeller abgibt. Avionikseitig hat sich der Hersteller für das Garmin G3X Touch entschieden. Die errechnete maximale Reichweite gibt Piper mit 522 nautischen Meilen (966 Kilometer) an. Die maximale Reisegeschwindigkeit wird bei 128 Knoten TAS liegen. „Die Flugleistungen werden gleich sein wie die der Archer TX, wenn nicht sogar ein bisschen besser“, sagte Caldecott.

Die Piper Pilot 100i ist für das IFR-Training optimiert. Bei ihr gehört auch ein Autopilot zur Standardausrüstung. Die beiden Flugzeuge sollen ab 2020 zunächst in limitierter Zahl ausgeliefert werden, da der Hersteller mit dem Hochlauf der Produktion der klassischen Trainer Archer TX und PA-44 Seminole voll beschäftigt ist. Bei der Produktion von beiden Flugzeugen wird Piper Aircraft 3D-Druck einsetzen, das helfe auch, die Kosten niedrig zu halten, so der Piper-Chef.

Als Basispreis der Pilot 100 nannte Caldecott 259.000 US-Dollar – im Vergleich zu 369.000 US-Dollar für eine Archer TX. Die IFR-ausgestattete Pilot 100i soll 285.000 US-Dollar (Basispreis) kosten. Die Pilot 100 und 100i sollen die bisherigen Trainingsflugzeuge in der Produktpalette von Piper nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

1 Kommentar

  • Valentin R.

    Falls ich richtig verstehe, es handelt sich um eine Modernisierte PA-28 (Triebwerk mit ein bisschen mehr Hubraum und neue Avionik).
    Gibt es sonst Änderungen am Zell? Flüge? Wo liegen die Performance im Vergleich mit der PA-28 Archer?
    Ich habe eindruck es gibt weniger Fenster (ob das ein Verbesserung ist…)

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