Mit der japanischen Feuer- und Katastrophenschutzagentur FDMA des japanischen Innenministeriums hat ein weiterer staatlicher Betreiber in Japan einen Hubschrauber des Typs H160 bei Airbus Helicopters in Auftrag gegeben. Die japanische Nationalpolizei hatte Ende 2025 und Anfang 2026 je eine H160 übernommen, die Feuerwehren in Nagoya und Hiroshima betreiben das Muster ebenfalls. AeroBuzz hatte darüber berichtet.
Die jetzt von der FDMA georderte H160 soll in der Präfektur Kumamoto auf der südlichen Hauptinsel des Landes stationiert werden. Die Hauptaufgabe des Hubschraubers beschreibt die FDMA mit „luftgestützter Aufklärung und visuelle Informationsgewinnung in Echtzeit nach Naturkatastrophen“. Japan liegt auf dem Pazifischen Feuerring und wird regelmäßig von starken Erdbeben erschüttert, die auch verheerende Tsunamis auslösen können. Zuletzt wurde das Land im März 2011 von einem Tsunami getroffen, bei dem nach offiziellen Angaben über 19.600 Menschen starben.
Verkürzung der Reaktionszeiten bei Notfällen
Jean-Luc Alfonsi, der Geschäftsführer von Airbus Helicopters in Japan, sagte: „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass sich unser langjähriger Kunde, die FDMA, für die H160 entschieden hat, um ihre Flotte zu erweitern und ihre für die öffentliche Sicherheit unverzichtbaren Aufgaben fortzuführen. Durch die Indienststellung dieses Hubschraubers wird die FDMA ihre Einsatzbereitschaft erheblich steigern und die Reaktionszeiten bei Notfällen verkürzen. Wir verzeichnen in ganz Japan ein starkes und wachsendes Interesse an der für vielfältige Einsatzzwecke konzipierten H160. Um sicherzustellen, dass diese lebenswichtigen Maschinen bei jedem Rettungseinsatz tadellos funktionieren, unterstützen wir die wachsende Flotte umfassend über unser spezialisiertes H160-Kompetenzzentrum in Kobe.“
Die H160 wurde im Juni 2020 von der EASA (Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union) zugelassen, die erste Auslieferung an einen Kunden erfolgte im Dezember 2021 an den japanischen Betreiber All Nippon Helicopters. Airbus Helicopters strebt an, die Fertigungsrate für die H160 auf bis zu 60 Einheiten pro Jahr zu steigern.
Volker K. Thomalla
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