Das Spektrum der Exponate auf der ILA (10. – 14. Juni 2026) auf dem Berlin ExpoCenter Airport am Flughafen BER reichte vom Großraumflugzeug über moderne Kampfjets, Forschungs- und Testflugzeuge und Hubschrauber bis zu Drohnen unterschiedlichster Größe aus dem In- und Ausland. Zu den Höhepunkten der ILA zählen natürlich die Flugvorführungen, die das allgemeine Publikum wie auch Flugzeugenthusiasten jedes Mal gleichermaßen begeisterten. Neben bekannten Jets und Hubschraubern füllten auch Neuheiten und Exoten das Flugprogramm.
Das Flying Display der ILA 2026
Kampfhubschrauber Tiger HAD der französischen Heeresflieger im Flying Display der ILA 2026. © Carsten Vennemann
Die diesjährige ILA konnte mit einigen Debütanten überraschen. Der italienische Luftfahrtkonzern Leonardo präsentierte mit dem AW249 Fenice (Phönix) seinen Kampfhubschrauber der neuesten Generation erstmals in Berlin, sowohl am Boden als auch in der Luft. Vier Prototypen existieren bislang von diesem Hubschrauber, dessen Entwicklungs- und Qualifizierungsphase sich dem Ende nähert. Die Auslieferung der ersten Serienmaschinen an die italienischen Heeresflieger soll im nächsten Jahr beginnen.
Die Do228 NXT von General Atomics Aerotec Systems wurde in Berlin erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, nachdem sie erst Anfang Mai in Oberpfaffenhofen zum Erstflug abhoben war.
Die Do228 NXT hatte erst kurz vor der ILA ihren Erstflug absolviert. © Carsten Vennemann
Ein wahrer Exot ist der experimentelle Hochgeschwindigkeits-Flugschrauber Racer (Rapid And Cost-Effective Rotorcraft), den Airbus erstmals in Berlin präsentierte. Im Flying Display zeigten die Werkspiloten, welches Potenzial in dem 2024 gebauten Experimental-Hubschrauber steckt.
Bundeswehr war größter Aussteller
Wie die vergangenen Male war die Bundeswehr auch in diesem Jahr erneut mit Luftfahrzeugen des Heeres, der Marine und der Luftwaffe größter Aussteller auf der ILA. Zu den ausgestellten Neuheiten zählen die ersten H145M LKH (leichter Kampfhubschrauber) der Heeresflieger und der Wehrtechnischen Dienststelle 61 sowie die Boeing P-8A Poseidon der Marineflieger, die als Seefernaufklärer und U-Jagd-Flugzeug die P-3C Orion abgelöst hat.
70 Jahre Luftwaffe – unter diesem Motto präsentierte sich die Luftwaffe mit einigen besonders lackierten und folierten Flugzeugen. Zu den optisch aufgewerteten Maschinen, die auf der ILA zu sehen waren, zählten ein voll folierter Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31, zwei folierte MRCA Tornado IDS des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33, ein Airbus A400M des Lufttransportgeschwaders 62 und ein Transporthubschrauber CH-53GA mit Sonderlackierung des Hubschraubergeschwaders 64.
Tornado IDS des TLG 33und Eurofighter des TLG 31 mit Sonderfolierung anlässlich 70 Jahre Luftwaffe. © Carsten Vennemann
Die U.S. Air Force, die spanischen Luftstreitkräfte (Éjército del Aire y del Espacio) sowie die Multinational Multi Role Tanker Transport Unit der NATO (MMU) waren der Einladung der ILA-Veranstalter gefolgt und sorgten für das internationale Flair. Neben drei spanischen Eurofightern aus Albacete und einem Airbus A330 MRTT der MMU aus Eindhoven entsandte die U.S. Air Force eine C130J-30 Super Hercules aus Ramstein, eine F-16 aus Aviano sowie eine F-35A Lightning II aus Lakenheath nach Berlin. Darüber hinaus war auch das Deutsch-Französische Heeresfliegerausbildungszentrum Le Luc mit dem Kampfhubschrauber Tiger HAD der französischen Heeresflieger präsent.
Carsten Vennemann
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