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Das TLG 31 „Boelcke“ erreicht 50.000 Eurofighter-Flugstunden

50.000 Eurofighter-Flugstunden klingen auf den Blick beeindruckend und sind ein Anlass zum Feiern. Betrachtet man allerdings den Zeitraum, in dem die Flugstunden erbracht wurden, muss man sich wundern, warum so wenig geflogen wird.

3.09.2026

Das Taktische Luftwaffengeschwader (TLG) 31 Boelcke betreibt den Eurofighter seit dem Jahr 2009. © Bundeswehr / TLG 31

Das Taktische Luftwaffengeschwader (TLG) 31 „Boelcke“ am Fliegerhorst Nörvenich hat am 31. August 2026 die Marke von 50.000 Flugstunden im Eurofighter erreicht. Der erste Eurofighter erreichte den Verband im Dezember 2009, das Geschwader – früher Jagdbombergeschwader 31 – fliegt das Kampfflugzeugmuster also schon fast 17 Jahre. Es verfügt derzeit über 30 Eurofighter, die den Jagdbomber Tornado ablösten.

Die 50.000. Eurofighter-Flugstunde des TLG 31 war Anlass genug, um ein Jubiläumslogo auf das Seitenleitwerk eines Eurofighters des Geschwaders anzubringen. © Bundeswehr / TLG 31

So beeindruckend, wie die Zahl von 50.000 Flugstunden auch zunächst erscheint, ist sie bei der Betrachtung des Zeitraums, in dem sie erbracht wurde, dann doch nicht. Zwar sind nicht alle Eurofighter innerhalb eines Jahres an das Geschwader ausgeliefert worden, aber durchschnittlich waren die Flugzeuge nur je 1.667 Flugstunden in der Luft – das sind gerade einmal 100 Stunden pro Jahr. Um den „Combat Ready“-Status nach NATO-Standards zu erhalten, sollten Fighterpiloten 120 bis 180 Flugstunden pro Jahr leisten, wobei natürlich klar ist, dass die Flugstunden der Fighter nicht mit den Flugstunden der Piloten gleichzusetzen sind.

Das TLG 31 ist ein Multi-Role-Verband

Vor allem vor dem Hintergrund, dass das TLG 31 als einziges Geschwader der Bundeswehr drei wesentliche Fähigkeiten eines Kampfjets an einem Standort vorhält, nämlich Luft-Luft, Luft-Boden und Taktische Luftaufklärung mit dem RECCE Lite-Pod, ist zu hoffen, dass die Flugstundenzahl in Zukunft noch deutlich steigt, um den wachsenden operationellen Anforderungen auch gerecht zu werden.

Oberst René Diegeler, der Kommodore des Geschwaders, sagte: „Wer unsere Maschinen im Himmel sieht oder hört, soll wissen: wir tun dies zum Schutz Deutschlands und unserer Bevölkerung. Egal, ob durch die Luftraumsicherung im In- oder Ausland, oder zur wahrhaftigen Abschreckung durch Demonstration unserer Wehrhaftigkeit. Wir leisten einen wesentlichen Beitrag für unser aller Sicherheit. Wir sind fest in der Region verankert. Die enge Zusammenarbeit mit den Anliegergemeinden ist mir ein echtes Herzensanliegen.“

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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