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Germania stellt auf eine reine Airbus-Flotte um

Die Fluggesellschaft Germania verabschiedet sich in naher Zukunft von Boeing als Flugzeuglieferant. Sie will eine einheitliche Flotte betreiben und hat sich für die Standardrumpf-Fugzeuge von Airbus entschieden. Ab 2020 stoßen Airbus A320neo zur Flotte.

17.01.2018

Germania wird ihre Flotte auf eine reine Airbus-Flotte umstellen, hat die Airline angekündigt. © Germania

Ab dem Sommerflugplan 2019 will die Germania aus Berlin eine einheitliche Flugzeugflotte betreiben. Sie soll dann nur noch aus Narrowbodies der Airbus A320-Familie bestehen. Das hat das Unternehmen bereits vor über einem Jahr angekündigt. Nun wird das Vorhaben in die Tat umgesetzt. Deswegen wird die Airline in den nächsten 15 Monaten ihre zehn Boeing 737-700 außer Dienst stellen und durch Airbus Single-Aisle-Flugzeuge ersetzen. Bis April dieses Jahres werden schon die ersten drei 737 die Flotte verlassen.

„Der Umbau unserer operationellen Basis für das neue Kapitel A320neo stellt ein Großprojekt für Germania dar und wir sind sehr stolz, mit Beginn der Trainings unserer Boeing-Piloten eine wichtige Phase der Umflottung einleiten zu können“, sagte Karsten Balke, Hauptgeschäftsführer (CEO) der Germania.

Die Piloten werden firmenintern umgeschult

Die Airline hat zusammen mit dem Flugzeughersteller Airbus und Flugtrainings-Organisationen ein Umschulungsprogramm für ihre Boeing-Piloten auf die Beine gestellt. Ziel des Programms ist es, die Cockpit-Besatzungen auf Airbus-Flugzeuge umzuschulen, damit diese die entsprechende Musterberechtigung erwerben. Ab 2020 will Germania die neueste Generation der Airbus-Narrowbodies, die A320neo-Familie einführen. Das Unternehmen hat dafür bereits im Juli 2016 25 A320neo fest bestellt und Optionen für 15 weitere Exemplare dieses Typs gezeichnet. Diese Bestellung ist der größte Auftrag in der 30-jährigen Geschichte der Fluggesellschaft. Beim Triebwerk hat sich Germania für das PurePower PW1100G von Pratt & Whitney entschieden.

Pratt & Whitney montiert die PW1100G Geared Turbofans unter anderem in seinem Werk in Middleton im US-Bundesstaat Connecticut. © Pratt & Whitney

Germania befördert jährlich rund drei Millionen Passagiere auf Kurz- und Mittelstrecken in Europa, in Nordafrika und im Nahen Osten. Sie betreibt zusammen mit den Tochtergesellschaften Germania Flug AG in der Schweiz und Bulgarian Eagle insgesamt 29 Verkehrsflugzeuge. Die Airline-Gruppe fliegt nicht nur im Liniendienst, sondern auch im Charter- und Werksverkehr. Sie verleast ihre Flugzeuge auch im Rahmen von ACMI-Verträgen (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) an andere Luftfahrtunternehmen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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