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NTSB hat Unterwasserfotos der verunglückten 737-200 veröffentlicht

Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat das Wrack der vor Hawaii notgewasserten Boeing 737-200 der Rhoades Air geortet und mit einem Tauchroboter fotografiert. Nun steht die Bergung des Flugdatenschreibers auf dem Plan, um die Unfallursache zu klären.

11.07.2021

Die am 2. Juli 2021 verunglückte Boeing 737-200 der Rhoades Air liegt zerbrochen in rund 200 Meter Tiefe auf dem Grund des Pazifiks. © NTSB

Am 2. Juli war ein Frachter des Typs Boeing 737-200 der Rhoades Air kurz nach dem Start vom Daniel K. Inouye International Airport auf der Hawaii-Insel Oahu notgewassert. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich aus dem versinkenden Flugzeug befreien und wurde von der Küstenwache und dem Honolulu Fire Department gerettet.

Boeing 737-200 Flug Transair T4 810

Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) untersucht den Unfall und hat das Wrack rund vier Kilometer vor der Küste mit Hilfe eines Seitensichtsonars in rund 200 Meter Wassertiefe geortet. Sie hat bereits einen Tauchroboter zu dem verunglückten Narrowbody-Flugzeug geschickt, der die Lage des Wracks dokumentiert und fotografiert hat. Die Fotos hat das NTSB nun veröffentlicht. Sie zeigen, dass die 737-200 in zwei große Teile zerbrochen ist. Die Cockpitsektion wurde vor dem Flügel von dem Rest des Flugzeugs getrennt, eines der beiden JT-8D-Triebwerke wurde bei der Notwasserung abgerissen und liegt in der Nähe des Hauptwracks auf dem Meeresboden.

Das NTSB hat den Flight Data Recorder des Flugzeugs geortet und ist dabei, ihn mit Hilfe eines Tauchroboters zu bergen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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