Homepage » Luftverkehr » Robird-Drohne in Falkenform verjagt Vögel am Airport

Robird-Drohne in Falkenform verjagt Vögel am Airport

Der fünftgrößte kanadische Flughafen setzt bei der Vergrämung von Vögeln auf eine Drohne, die einem Falken nicht nur täuschend echt ähnlich sieht, sondern auch dessen Flugbewegungen nachahmt. Das Gerät kommt auch während des normalen Flugbetriebs zum Einsatz. 

15.05.2017

Der Robird von Clear Flight Solutions sieht nicht nur aus wie ein Falke, er ahmt auch die Flugbewegungen täuschend echt nach. © Clear Flight Solutions

Der Flughafen von Edmonton in Kanada ist der erste Airport weltweit, der eine Drohnenflotte einsetzt, um Vogelschlag zu verhindern. Dazu greifen die Flughafenverantwortlichen auf ein unbemanntes Flugsystem (UAS) zurück, das einen Falken nachahmt. Die Robird genannte Drohne des niederländischen Herstellers Clear Flight Solutions aus Enschede sieht einem Falken nicht nur sehr ähnlich, sie ahmt auch dessen Flugbewegungen nach. Die ersten Systeme sollen im zweiten Quartals dieses Jahres zum Einsatz kommen.

Robird vertreibt Vögel von den Betriebsflächen

Der Edmonton International Airport (EIA) hat einen „Wildlife Management Plan“, um zu verhindern, dass der Luftverkehr mit wildlebende Tieren ins Gehege kommt.  Die Robird-Drohnen sollen Vögel durch ihre Anwesenheit von den Rollwegen, den Abstellflächen und den Start- und Landebahnen vergrämen. Zusätzlich soll die ständige Anwesenheit der künstlichen Falken die Vögel davon abhalten, ihre Nester auf den ausgedehnten Grasflächen des Flughafens sowie unter dem Endanflug zu bauen.

„Dies ist ein wahrhaft historischer Moment für uneasier Firma, aber auch für die gesamte Luftfahrt-Industrie,“ sagte Nico Nijenhuis, CEO von Clear Flight Solutions. „Wir betreiben unsere Robirds momentan in einer Vielzahl von Orten, aber der Schritt, die Drohnen in den täglichen Flugbetrieb zu integrieren, ist schon riesig. Seit Jahren gibt es schon sehr viel Interesse von den Flughäfen, aber nun offiziell an einem bedeutenden kanadischen Flughafen mit dem Flugbetrieb zu starten, ist für uns absolut fantastisch.“

Um auf dem Flughafengelände fliegen zu dürfen, waren verschiedene Tests erforderlich. Diese hat das Systems alle bestanden. Auch eine Risikoanalyse und eine Bewertung der Flugsicherheit musste der Robird absolvieren, bevor es von den Behörden grünes Licht für den Einsatz gab. Derzeit dürfen die Anbieter die Drohnen bis zu 400 Meter von der Piste entfernt einsetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.