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Premiere der T-40 Newén bei der Fuerza Aerea de Chile

Die T-40 Newén soll die T-35 Pillan als Basistrainer bei den chilenischen Luftstreitkräften ablösen. Das erste Exemplar wurde nun wie im Zeitplan vorgesehen vom Hersteller zu Testzwecken an den Kunden übergeben. 

13.04.2026

Die T-40 Newén soll die seit den 1980er Jahres eingesetzt T-35 Pillan bei der FACH ablösen. © ENAER

Der chilenische Flugzeughersteller ENAER hat den ersten Prototyp seines neuen Basistrainers T-40 Newén an die chilenischen Luftstreitkräfte (Fuerza Aerea de Chile / FACH) übergeben. Das einmotorige Flugzeugmuster wird in der kommenden Zeit einem umfangreichen Testprogramm der chilenischen Luftwaffe unterzogen, bevor die Serienproduktion noch in diesem Jahr anläuft. Geplant ist zunächst ein erstes Fertigungslos von 33 Flugzeugen.

Parallel dazu wurde ein Simulator für die T-40 entwickelt. Dieses System besteht aus einem Cockpit, einem Ausbilderarbeitsplatz und einem Mixed-Reality-System und kann mit dem Missionsplanungs-Subsystem (MPS) und dem Nachbesprechungs-Subsystem (DBS) kommunizieren, um Missionen zu planen und zu analysieren. Das DBS gibt Flugparameter, Audio und Video vom HUD (Head-Up-Display) synchron wieder, um nach jeder Trainingsmission eine Analyse durchführen zu können. Es zeigt gleichzeitig den Flugverlauf in 2D und 3D, das HUD-Video und die Daten an. Besonders hervorzuheben ist das Flugverfolgungssystem (TRK), bestehend aus Software und Hardware, mit dem die Position aller Trainingsflüge alles Flugzeuge von jeder beliebigen Bodenstation im Inland aus verfolgt werden kann. Anweisungen für Bediener und Wartungspersonal sowie die Verwaltung technischer Aufträge wurden bei der T-40 ebenfalls vollständig digitalisiert.

Laut Hersteller besteht die Newén zu 30 Prozent aus Kohlefaserkomponenten. Das digitale Cockpit ist mit multifunktionalen, konfigurierbaren Bildschirmen ausgestattet, während das HOTAS-System (Hands On Throttle-And-Stick) dem Piloten die Bedienung der wichtigsten Flugsysteme ermöglicht.

Die Newén wird von einem 232 kW (315 PS) starken Lycoming AEIO-580-B1A Sechszylinder-Motor angetrieben, der einen Vierblatt-Propeller dreht. Darüber hinaus werden alternative Antriebe für die T-40 Newén Turbo geprüft wie beispielsweise ein Rolls-Royce 250-B17F Turboprop-Triebwerk.

Bob Fischer

 

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