Am Freitag gegen 12.30 Uhr landete auf dem Fliegerhorst in Wunstorf der 53. Airbus A400M der Luftwaffe. Damit sind alle von der Bundeswehr bestellten Transportflugzeuge dieses Musters ausgeliefert. Der Airbus A400M mit dem Kennzeichen 54-63 wurde bereits am Vortag von Airbus Defense and Space in Sevilla in Spanien an die europäische Beschaffungsorganisation OCCAR und von ihr an die deutsche Beschaffungsbehörde BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr) und dann an Generalleutnant Günter Katz, den Kommandierenden General des Luftwaffentruppenkommandos übergeben.
Generalleutnant Günter Katz (li.) der Kommandierende General des Luftwaffentruppenkommandos, übergibt die 53. A400M an Oberst Markus Knoll, den Kommodore des LTG 62. © Bundeswehr / Belz
Katz ist selbst A400M-Pilot und ließ es sich nicht nehmen, den neuen Transporter mit dem Kennzeichen 54+63 selbst von Sevilla nach Wunstorf zu fliegen. Das Lufttransportgeschwader (LTG) 62 in Wunstorf verfügt nun über 53 A400M und ist damit der größte A400M-Nutzer. In Wunstorf gab es allerdings keine Zeremonie zur Begrüßung des Flugzeugs, denn in der nächsten Woche wird der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius in Wunstorf erwartet und dann wird es auch eine größere Begrüßungszeremonie zum Abschluss der A400M-Lieferungen an Deutschland geben.
Kennzeichen erinnern an ehemalige Geschwader
Die ersten 50 A400M der Luftwaffe tragen Kennzeichen mit den Zahlen 54+01 bis 54+50. Bei den letzten drei Exemplaren hat man die Zahlenkombinationen 54+61, 54+62 und 54+63 gewählt, um damit an die früher drei Lufttransportgeschwader der Luftwaffe zu erinnern. Heute gibt es nur noch das LTG 62.
Deutschland ist der größte Kunde für die A400M. Zwar hatte sich die damalige Regierung zum Beginn des Programms für eine Bestellung von 53 Exemplaren entschieden, im Laufe der Jahre, wollte man aber erst die Bestellung um 13 Exemplare auf 40 A400M reduzieren. Als das nicht ging, erwägte man, die 13 Exemplare zu übernehmen, um sie an ein anderes Land weiterzuverkaufen. Das funktionierte aber auch nicht, so dass es schließlich bei der ursprünglichen Bestellung blieb. Heute ist man froh darüber angesichts der aktuellen weltweiten Sicherheitslage. Eventuell wird Deutschland sogar noch ein paar A400M zusätzlich bestellen.
Bob Fischer
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