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Saab feiert Roll-out des GlobalEye-Frühwarnflugzeugs

Saab hat das erste Exemplar des Frühwarnflugzeugs GlobalEye auf Basis des Global 6000-Ultralangstreckenjets vorgestellt. Das Flugzeug ist mit Radars für die Luft-, Boden- und Seeüberwachung ausgerüstet.

25.02.2018

Saab hat am 21. Februar 2018 das Roll-out des ersten GlobalEye gefeiert. © Saab

Im November 2015 haben die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bei Saab zwei GlobalEye-Frühwarnflugzeuge (AEW&C: Airborne Early Warning & Control) bestellt. Später erhöhte das Land seine Bestellung um ein weiteres Exemplar.

Nun hat Saab das Roll-out ersten Flugzeugs in seinem Werk in Linköping in Schweden gefeiert. Saab hat die Radars und Sensoren für die Luft-, See- und Bodenüberwachung in einen Business Jet des Typs Bombardier Global 6000 integriert. Unter anderem ist ein leistungsgesteigertes Erieye ER-Radar mit elektronisches Strahlschwenkung (AESA-Radar) an Bord des Flugzeugs verbaut, das eine deutlich gesteigerte Detektionsreichweite bietet. GlobalEye ist die erste Anwendung des neuen Radars. Der zweistrahlige Jet hat eine Flugdauer von über elf Stunden.

GlobalEye bietet über 11 Stunden Flugdauer

Zu den Systemen an Bord gehört auch ein automatisch arbeitendes Selbstschutzsystem, Datalinks sowie ein Freund-Feind-Ereknnungssystems und ADS-B-Transponder. Mats Wicksell, Integrations-Manager bei Saab, sagte in einem Briefing vor dem Roll-out, das die Integration der Systeme eine hochkomplexe Herausforderung für die Ingenieure dargestellt habe. An Bord des modifizierten Business Jets befinden sich Bedienerstationen.

Nach dem Roll-out des ersten Flugzeugs steht als nächster Schritt in dem Programm die Flugerprobung an, bei der zunächst aerodynamische Daten der doch erheblichen Modifikationen gesammelt werden.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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