Homepage » Militär » Sechs weitere CH-53K für das US Marine Corps geordert

Sechs weitere CH-53K für das US Marine Corps geordert

Sikorsky Aircraft kann sich über eine weitere Festbestellung von sechs CH-53K King Stallion für das US Marine Corps freuen. Mit diesem Auftrag haben die Marines 24 von geplanten 200 Hubschraubern dieses Musters fest bestellt.

29.10.2020

Sikorsky Aircraft produziert die CH-53K King Stallion in seinem Werk in Stratford, Connecticut. © Lockheed Martin

Sikorsky Aircraft, ein Tochterunternehmen von Lockheed Martin, hat einen Anschlussauftrag im Wert von 550 Millionen US-Dollar (468 Millionen Euro) für den Bau von sechs weiteren Exemplaren des schweren Hubschraubers CH-53K King Stallion erhalten. Die CH-53K werden im Rahmen des LRIP-Loses 4 (Low Rate Initial Production) für das US Marine Corps (USMC) gebaut und sollen Anfang 2024 ausgeliefert werden.

Das Naval Air Systems Command (NAVAIR) hat damit die Zahl der fest bestellten King Stallion auf 24 Exemplare erhöht. Das US Marine Corps hat einen Bedarf von 200 Hubschraubern dieses Typs. Zusätzlich bestehen Exportchancen für die King Stallion, unter anderem sind die Bundeswehr und die israelischen Luftstreitkräfte an der leistungsfähigsten und modernsten Version der CH-53-Familie interessiert.

Bedarf an 200 CH-53K King Stallion

Das NAVAIR hat bekanntgegeben, dass sich das King Stallion-Programm dem Abschluss der Entwicklungstests zur Unterstützung der Anfangs-Betriebserprobung und Evaluierung (IOT&E) 2021 nähert. Zu diesem Zweck sei das US Marine Corps dabei, den ersten operationellen Testhubschrauber zu übernehmen, der für die anfängliche Einsatzbereitschaft konfiguriert ist. Dieser Helikopter werde für die Crew- und Technikerschulung der CH-53K eingesetzt.

Zu den jüngsten Tests, die der King Stallion abgeschlossen hat, gehören nach Angaben des Herstellers die Luftbetankung mit einer Außenlast von 12.247 kg (27.000 lb), Seeversuche an Bord des amphibischen Angriffsschiffs USS Wasp und Flugtests unter extrem schlechten Sichtbedingungen in Yuma im US-Bundesstaat Arizona.

Nach Angaben von Lockheed Martin stehen derzeit fünf CH-53K im Sikorsky-Werk in Stratford, im US-Bundesstaat Connecticut in der Endmontagelinie. Einige Dutzend weitere Exemplare befinden sich in verschiedenen Produktionsstadien. „Sikorsky und seine Zulieferer haben erhebliche Investitionen in Anlagen, Maschinen, Werkzeuge und die Ausbildung der Mitarbeiter getätigt, um die für das CH-53K-Programm erforderliche Produktion hochzufahren. So kommen beispielsweise bereits die neu installierten 10-Tonnen-Hallenkräne zum Einsatz, die problemlos dazu in der Lage sind, die über fünf Tonnen schweren Getriebe-Rotorkopf-Einheiten in den Luftfahrzeugen zu platzieren“, teilte Lockheed Martin mit.

Bill Falk, der CH-53K-Programmdirektor von Sikorsky Aircraft, sagte: „Die Produktion der CH-53K-Hubschrauber leitet eine neue Ära an Fähigkeiten, Technologie, Sicherheit und Einsatzflexibilität für das U.S. Marine Corps ein. Sikorsky setzt alles daran, das USMC dabei zu unterstützen, das größtmögliche Potenzial dieser komplett neuen Hubschrauberflotte zu nutzen. Die Helikopterbesatzungen trainieren jetzt schon an hochmodernen Simulatoren, um sich auf sichere und kostengünstige Weise auf ihren operativen Einsatz vorzubereiten.“

Bob Fischer

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Serienfertigung der CH-53K King Stallion beginnt

Sikorsky CH-53K hebt Rekordlast von über 16 Tonnen

Der erste CH-53K-Simulator ist einsatzbereit

Ministerium stoppt die Vergabe für den CH-53-Nachfolger

Über Bob Fischer

zum Aerobuzz.de
Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.