Homepage » Militär » Sierra Nevada entwickelt Skifahrwerk für die C-130J Super Hercules

Auch die verbliebenen C-130H Hercules der US-Streitkräfte werden in naher Zukunft ausgemustert. Da einige Flugzeuge wie beispielsweise die LC-130H Hercules der New York Air National Guard mit Spezialausrüstung versehen sind, muss dieses Equipment bei einer Modernisierung der Flotte auch für die neue Version der Hercules, die C-130J Super Hercules, neu entwickelt werden.

4.09.2026

Der 109th Airlift Wing, New York Air National Guard ist die einzige Einheit der U.S. Air Force, die LC-130H betreibt. © U.S. Air National Guard / Gabriel Enders

Das US-Kriegsministerium hat am 2. September mitgeteilt, dass die Sierra Nevada Corporation aus Englewood im US-Bundesstaat Colorado den Auftrag erhalten hat, einen Rüstsatz zu entwickeln, der aus einer Standard-XC-130J eine LC-130J Polar Airlift Aircraft mit Skifahrwerk macht.

Der 109th Airlift Wing der U.S. Air Force – ein Verband der New York Air National Guard – ist der einzige Verband der US-Luftwaffe, der C-130 mit Skifahrwerk betreibt. Der Verband verfügt noch über zehn LC-130H Hercules, die aber aufgrund ihres Alters wartungsanfälliger und teurer im Betrieb werden. Der 109th Airlift Wing führt regelmäßig Trainings mit seinen LC-130H auf Ski in Grönland durch und unterstützt im Sommer auf der Südhalbkugel durch Versorgungsflüge die US-Forschungsstation McMurdo in der Antarktis.

31 Millionen US-Dollar-Festpreisauftrag

Laut Mitteilung des Kriegsministeriums handelt es sich bei dem Auftrag für die Sierra Nevada Corporation um einen Festpreisauftrag mit einem Umfang von 31.789.335 US-Dollar, umgerechnet 27,338 Millionen Euro. Die Arbeiten für die Entwicklung des Skifahrwerks für die C-130J Super Hercules sollen am 27. März 2028 abgeschlossen sein.

Eigentlich war die Entwicklung und die Fertigung eines solchen Ski-Rüstsatzes für die C-130J Super Hercules erst für einen späteren Zeitpunkt geplant. Doch die Antarktis ist in den Fokus der US-Regierung geraten und wird als Region von strategischer Bedeutung betrachtet. Deswegen wurden Mittel, die in diesem Haushaltsjahr eigentlich für andere Projekte vorgesehen waren, für die Entwicklung des Rüstsatzes umgeschichtet. Dazu bedurfte es allerdings der Freigabe durch den US-Kongress.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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