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Embraer hat die erste Praetor 600E an Flexjet ausgeliefert

Der brasilianische Aerospace-Konzern Embraer hat das erste Exemplar seines überarbeiteten Super-Midsize-Jets Praetor 600E an einen Flottenkunden übergeben. Die Auslieferung gehört zu einem Rekordauftrag aus dem Frühjahr 2025.

21.09.2026

Flexjet hat die Praetor 600E im Februar 2025 in Auftrag gegeben. © Embraer

Das Fractional-Ownership-Unternehmen Flexjet hat den ersten Super-Midsize-Business-Jet des Typs Embraer Praetor 600E in Empfang genommen. Das Unternehmen hatte – wie von AeroBuzz berichtet – im Februar 2025 einen Auftrag für Geschäftsreisejets im Wert von 7 Milliarden US-Dollar platziert. Dies war der größte Einzelauftrag in der Geschichte des Geschäftsbereichs Executive Aviation des brasilianischen Herstellers. Er umfasst 182 Festbestellungen und 30 Optionen. Die jetzt ausgelieferte Praetor 600E stammt aus diesem Auftrag. Flexjet betreibt die Vorgängerversion Praetor 600 seit 2020.

Die Praetor 600E ist eine überarbeitete Version der Praetor 600 und wurde im April 2026 parallel von den Luftfahrtbehörden ANAC (Brasilien), FAA (USA) und EASA (Europäische Union) zugelassen.

Die Praetor 600E von Embraer wurde im April 2026 zugelassen. © Embraer

Michael Amalfitano, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Embraer Executive Aviation, sagte: „Wir sind stolz darauf, mit der ersten Praetor 600E erneut ein neues Muster an Flexjet auszuliefern – einen bewährten strategischen Partner, mit dem uns eine über 20-jährige Zusammenarbeit verbindet und der ebenso wie Embraer großen Wert auf Effizienz, Innovation und ein herausragendes Kundenerlebnis legt. Dieser Meilenstein unterstreicht die Stärke unserer langjährigen Partnerschaft, die überzeugende Kombination modernster Ausstattungsmerkmale der Praetor 600E sowie das anhaltende Vertrauen von Flexjet in die Fähigkeit von Embraer, branchenführende Flugzeuge zu liefern, die den sich wandelnden Anforderungen ihrer anspruchsvollen Kunden gerecht werden.“

SmartWindow ermöglicht Videokonferenzen

Die Embraer-Ingenieure haben bei der Praetor 600E die Kabine modernisiert und unter anderem auch einen (optional erhältlich) Touchscreen-Bildschirm mit einer Bildschirmdiagonalen von 42 inch (107 Zentimeter) in die Kabine integriert. Dank entsprechender Konnektivität können auf dem SmartWindow-genannten OLED-Monitor Videokonferenzen übertragen, Filme in 4K gestreamt werden oder die Bilder von drei außen am Jet installierten Kameras in Echtzeit gezeigt werden.

Die Praetor 600E verspricht ein neues Kabinenerlebnis und eine hohe Produktivität an Bord, unter anderem auch mit dem (auf der linken Bildseite zu sehenden) SmartWindow-Monitor. © Embraer

Die Business Jets der Praetor-Familie werden über eine Fly-By-Wire-Flugsteuerung gesteuert, welche auch über ein aktives Turbulenz-Reduzierungssystem verfügt. Die Reichweite der Praetor 600E beträgt 4.018 nautische Meilen, umgerechnet 7.441 Kilometer mit vier Passagieren an Bord und NBAA-IFR-Reserven. Damit sind Transatlantikflüge möglich wie beispielsweise auf der Strecke London-New York.

Die Praetor 600E ist außerdem mit einem Fly-by-Wire-System mit aktiven Turbulenz-Unterdrückung sowie dem Runway Overrun Awareness and Alerting System (ROAAS) ausgerüstet, das unter Berücksichtigung des aktuellen Pistenzustands und der meteorologischen Bedingungen schon im Anflug die genaue Landestrecke berechnet und die Crew warnt, sollte die Pistenlänge für eine sichere Landung nicht ausreichen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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