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Zwei weitere Gulfstream G700 sind geflogen

Trotz der Beschränkungen durch die Coronakrise nimmt das Flugerprobungsprogramm von Gulfstream größtem und neuestem Business Jet deutlich an Fahrt auf: Am Freitag führte bereits die dritte G700 ihren Erstflug durch. 

10.05.2020

Seit Anfang Mai 2020 stehen drei Exemplare der Gulfstream G700 in der Flugerprobung. © Gulfstream Aerospace

Am 8. Mai ist die dritte Gulfstream G700 vom Flughafen Savannah/Hilton Head International Airport im US-Bundesstaat Georgia zu ihrem Erstflug gestartet. Der von zwei Rolls-Royce Pearl 700-Turbosfans angetriebene Ultralangstreckenjet landete nach drei Stunden und zwei Minuten wieder auf dem Startflughafen. Damit umfasst die Testflotte des neuesten und größten Musters des Herstellers nun drei Exemplare. Die erste G700 war am 14. Februar 2020 erstmalig geflogen, am 20. März folgte die zweite G700.

Bislang waren alle drei Flugzeuge zusammen über 100 Stunden in der Luft. Der Flugbereich ist schon weit geöffnet, die Testpiloten haben das Muster bis in einer Höhe von 54.000 Fuß (16.459 Meter) steigen lassen und eine maximale Geschwindigkeit von Mach 0.94 erreicht.

Weitere Öffnung des Flugbereichs

Derzeit dienen die Erprobungsflüge der weiteren Öffnung des Flugbereichs, den Flattertests, dem Nachweise der Handlingqualitäten, den Flügen in bekannte Vereisungsbedingungen sowie dem Funktionsnachweis der Druckkabinensysteme.

Als Reichweite haben die Konstrukteure dem neuen Zweistrahler 7.500 nautischen Meilen (umgerechnet 13.890 Kilometer) bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach 0.85 in die Wiege gelegt. Wird ein höheres Tempo gewünscht, ist dies möglich. Bei einer Cruise Speed von Mach 0.90 sind immer noch 6.400 nautischen Meilen möglich, also 11.853 Kilometer.

Im Cockpit der G700 finden die Piloten das Symmetry Flight Deck mit Touchscreen-Displays und Active Sidesticks vor. Diese Technologien sind auch in den beiden Gulfstream-Jets G500 und G600 integriert.

In das Erprobungsprogramm und die Nachweisflüge für die Zulassung wird Gulfstream Aerospace insgesamt fünf Flugzeuge einbinden. Der Hersteller zielt auf eine Indienststellung seines neuen Flaggschiffs im Jahr 2022.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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