Die slowenische Textron-Aviation-Tochter Pipistrel hat auf dem EAA AirVenture (20. bis 26. Juli 2026) in Oshkosh im US-Bundesstaat Wisconsin das zweisitzige Schulflugzeug Pipistrel Voyager vorgestellt. Das Flugzeug ist als typisches Pipistrel-Flugzeug zu erkennen und ähnelt dem Alpha Trainer und der Virus. Das Flugzeug entspricht den MOSAIC-Bauvorschriften, die die US-Luftfahrtbehörde FAA Anfang des Monats inkraft gesetzt hat.
Das Flugzeug wird eine maximale Abflugmasse von 630 Kilogramm aufweisen und wird von einem Vierzylinder-Rotax-Motor 912 ULS angetrieben. Das Flugzeug verfügt über eine Reichweite von 740 nautischen Meilen (1.370 Kilometer) und ist auch für das IFR-Training geeignet.
Axis-Avionik von Garmin
Die Voyager wird serienmäßig mit einem Gesamtrettungssystem ausgerüstet. Im Cockpit integriert Pipistrel die neue Axis-Avionik von Garmin.
Bei der Präsentation des neuen Flugzeugs stellte Textron Aviation auch gleich einen Erstkunden vor. Die Epic Flight Academy, die ihren Hauptsitz in Florida hat und rund ein Dutzend Stützpunkte in den Vereinigten Staaten unterhält, hat eine Bestellung für bis zu 50 Pipistrel Voyager unterschrieben. Die ersten zehn Flugzeuge sollen 2027 ausgeliefert werden, für die Jahre 2028 und 2029 hält die Flugschule je 20 weitere Optionen. Die Epic Flight Academy betreibt derzeit eine Flotte von über 70 Schulflugzeugen. Die Voyager sollen diese Flotte ergänzen.
Danny Perna, der Gründer und CEO (Hauptgeschäftsführer) der Epic Flight Academy, sagte in Oshkosh: „Bei der Epic Flight Academy bewerten wir jedes Flugzeug anhand einer einfachen Frage: Macht es unsere Flugschüler sicherer, unsere Ausbildung effektiver und unseren Betrieb effizienter? Die Pipistrel Voyager erfüllt all diese Kriterien. Sie ergänzt unsere Cessna-Flotte um eine moderne, speziell für die Ausbildung entwickelte Plattform, die unsere Kapazitäten erweitert, die Betriebskosten senkt und die nächste Generation von Berufspiloten fördert. Wir freuen uns sehr, als Erstkunde mit Pipistrel zusammenzuarbeiten und die Zukunft der Flugausbildung mitzugestalten.“
Volker K. Thomalla
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