Nur wenige Monate, nachdem Norwegen seinen Plan, neun HH-60W Jolly Green II-Kampfrettungshubschrauber zu beschaffen, zurückgezogen hatte, strebt die norwegische Regierung nun eine größere Bestellung des weit verbreiteten Sikorsky UH-60M Black Hawk an. Die 21 neuen Hubschrauber sollen rund 2,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 1,97 Milliarden Euro) kosten. Das US-Außenministerium, das den HH-60W-Verkauf schon im Juli 2025 genehmigt hatte, gab nun Grünes Licht für das bilaterale Regierungsabkommen zur möglichen Beschaffung der UH-60M durch Norwegen.
In dem Auftrag sind neben den 21 Helikoptern auch 46 T700-GE-701D-Triebwerke von GE Aerospace, 25 AN/AAR-57 Common Missile Warning Systems, Common Infrared Countermeasures (CIRCM) und AN/APR-39E(V)2 Radarwarnempfänger sowie Ersatzteile und logistische Unterstützung enthalten.
Sollten die Verhandlungen zum Kauf erfolgreich sein, werden die Black Hawks höchstwahrscheinlich die 18 Bell 412 der Royal Norwegian Air Force ersetzen, die seit über 30 Jahren im Einsatz sind. Diese werden derzeit im Rahmen eines Modernisierungsprogramms (Mid-Life Upgrade, MLU) auf ihre Nutzungsdauer hin überprüft und modernisiert.
Die Bell 412 werden mit LINK-16-Datenverbindungstsystemen ausgestattet, die eine sichere Datenkommunikation mit anderen norwegischen und verbündeten Einheiten ermöglichen. Norwegen nutzt LINK-16 bereits in verschiedenen Ausrüstungsgegenständen und hat sich an Tests neuer Fähigkeiten unter Verwendung des NATO-Standardprotokolls beteiligt.
In der Genehmigungsmitteilung des US-Außenministeriums heißt es, der Verkauf werde „die außenpolitischen und nationalen Sicherheitsziele der Vereinigten Staaten unterstützen, indem er die Sicherheit eines NATO-Verbündeten stärkt, der eine treibende Kraft für politische Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt in Europa ist.“
Bob Fischer
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