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Die U.S. Air Force hat eine weitere B-1B aus der Wüste zurückgeholt

Ein überschallschneller Schwenkflügel-Bomber des Typs B-1B Lancer der U.S. Air Force, die seit 2021 in der Wüste von Arizona abgestellt war, ist nach einer umfassenden Überholung wieder einsatzbereit.

11.05.2026

Am 26. Februar 2026 startete der Bomber nach seiner Überarbeitung zu seinem ersten Flug. © U.S. Air Force / Courtney Landsberger

Die U.S. Air Force stellt einen Teil ihrer Flugzeuge, wenn sie ausgemustert werden, auf der Davis-Monthan Air Force Base im US-Bundesstaat Arizona ab. Dort werden sie von der 309th Aerospace Maintenance and Regeneration Group (AMARG) betreut. Ein Teil der Flugzeuge wird auf dem riesigen Wüstenplatz eingemottet, ein anderer Teil dient als Ersatzteilspender für die noch aktive Flotte und ein dritter Teil wird direkt verschrottet.

B-1B-Wiederinbetriebnahme

Die B-1B Lancer mit dem Kennzeichen 86-0115 wurde 2021 eingemottet, um als Ersatzteilspender ausgeschlachtet zu werden. Doch aufgrund einer Anforderung des Air Force Global Strike Command wurde das Flugzeug vor zwei Jahren wieder aus der Wüste geholt, um in den aktiven Dienst zurückzukehren. Nachdem der Bomber von der 309th AMARG flugfähig gemacht wurde, überführte ihn eine Crew auf die Tinker Air Force Base im US-Bundesstaat Oklahoma, wo er einer umfangreichen Überholung und Modernisierung unterzogen wurde.

Über 200 Militär- und Zivilangestellte der Wartungsstaffel 567th Aircraft Maintenance Squadron führten anschließend Systemüberholungen und Strukturreparaturen an dem Bomber durch und tauschten dabei über 500 Teile aus. Piloten des 10th Flight Test Squadron der Tinker AFB überführten die B-1B dann nach Oklahoma und führten Funktionstests durch, um die Systeme und die Leistungsfähigkeit zu validieren. Nachdem die Lancer diese Flüge absolviert und ihre volle Einsatzbereitschaft festgestellt hatte, wurde sie lackiert.

Die Apocalypse II ist auf der Dyess AFB stationiert

Von der Tinker AFB flog die B-1B zur Dyess Air Force Base nach Texas, wo sie in die Flotte aufgenommen wurde. Das 7th Bomb Wing taufte den Bomber nach einer B-24J Liberator, die im Dezember 1942 über Burma abgeschossen wurde. Die komplette Besatzung des Flugzeugs kam bei diesem Abschuss ums Leben. Zwei dieser Besatzungsmitglieder wurden in den vergangenen Jahren durch eine DNS-Analyse identifiziert und in den USA bestattet. Die B-1B übernahm neben dem modifizierten Spitznamen „Apocalypse II“ auch die Nose Art der B-24J, die die vier Pferde der Reiter der Apokalypse zeigt.

Die U.S. Air Force verfügt derzeit über 45 aktive B-1B, die hauptsächlich auf der Dyess Air Force Base und der Ellsworth Air Force Base in South Dakota stationiert sind. Nach fast 40 Dienstjahren soll die B-1B künftig durch den neuen strategischen Bomber B-21 Raider ersetzt werden, der im November 2023 seinen Erstflug absolviert hat.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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