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Das erste A320-Cockpit ist bei Euramec gelandet

Warum sollte man ein gut erhaltenes Cockpit eines Airliners verschrotten, wenn man es in einen Simulator umbauen kann? Der belgische Simulatorhersteller hat diesen Weg gewählt, um kostengünstige und mit hoher Detailtreue versehene Trainingsgeräte zu bauen. Die erste Airbus A320-Cockpitsektion wird nun in ein Simulator umgebaut.

20.10.2020

Der belgische Hersteller Euramec hat eine erste A320-Cockpitsektion erhalten, die nun zu einem Simulator umgebaut wird. © Euramec

Der belgische Simulatorhersteller Euramec hat heute die erste Cockpitsektion eines ausgemusterten Airbus A320 erhalten. Die Sektion wurde von einem Sattelschlepper in das Werk nach Hamme in Belgien geliefert. Euramec erhält die Cockpits von der in Ostende beheimateten Firma AeroCircular, die sich auf das Ausschlachten und Abwracken von Flugzeugen spezialisiert hat.

Euramec kann nun mit dem Bau seines ersten A320-Simulators beginnen, den es in den vergangenen Jahren konzeptioniert und entwickelt hat. Die Firma strebt die Zulassung ihres Ausbildungsgeräts nach EASA FNPT Level II MCC an. Da Euramec Originalcockpits inklusive originaler Sidesticks und Instrumente verwendet, ist eine hohe Detailtreue garantiert.

Kosteneffizientes Ausbildungsgerät

Bert Buyle, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Euramec, sagte bei der Anlieferung des A320-Cockpits: „Der Airbus A320 ist das Arbeitspferd der Airline-Industrie, die sich derzeit einem extremen Gegenwind ausgesetzt sieht. Wir bei Euramec setzen unsere Arbeit ein, um einen sicheren, sehr kosteneffizienten und EASA-zulassbaren Flugsimulator im Jahr 2021 und danach zu liefern. Unsere Zusammenarbeit mit AeroCircular, einem Spezialisten für das Upcycling von Flugzeugstrukturteilen, setzt uns in das Cockpit für eine neue Ära in der Verkehrsluftfahrt.“

Durch die Verwendung von Originalteilen aus Flugzeugen, die bis vor kurzem noch im aktiven Liniendienst standen, will der Simulatorhersteller einerseits Kosten sparen, andererseits aber eine größtmögliche Originalität erreichen. Bislang baut das Unternehmen schon Simulatoren für die DA20, DA40 und DA42, die Cessna 172 und die Piper PA-44. Ein Boeing 737NG-Simulator ist ebenfalls in Entwicklung.

Volker K. Thomalla

 

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