Mechaniker der Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines werden künftig bei der Royal Netherlands Air and Space Force (RNLASF) die Wartung von Hubschraubern erlernen. Die Fluggesellschaft und die Streitkräfte sammeln so unmittelbar Erfahrungen mit dem Einsatz ziviler Techniker. Es handelt sich um ein Pilotprojekt. Sieben KLM-Mechaniker beginnen ihre Ausbildung im September dieses Jahres, wurde am 19. Juni am Flughafen Schiphol bekannt gegeben.
„Bei KLM arbeiten hochqualifizierte Techniker täglich an der Sicherheit unserer Flotte“, sagte Mathieu Essenberg, Executive Vice President KLM Engineering & Maintenance. „Es ist wertvoll, dass sie durch dieses Pilotprojekt ihre Expertise in einem anderen Umfeld anwenden und gleichzeitig neues Wissen erwerben können. So stärken wir nicht nur unsere eigene Organisation, sondern tragen auch zur Resilienz der Niederlande bei.“
Aufbau skalierbarer Kapazitäten
Commodore Ellen Meeuwsen-Scholten, die Direktorin Personal der Königlich Niederländischen Luftwaffe, unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Regierung und Wirtschaft. „Wir bieten technischem Personal die Möglichkeit, Erfahrungen im Verteidigungsbereich zu sammeln. Dadurch bauen wir skalierbare Kapazitäten auf, die bei Bedarf eingesetzt werden können. Gleichzeitig lernen die KLM-Mechaniker die Prozesse, Arbeitsmethoden und die Kultur des Verteidigungsbereichs kennen. Dies ermöglicht es ihnen, in kritischen Momenten einen direkten und wertvollen Beitrag zur Einsatzbereitschaft der Luftstreitkräfte zu leisten.“
Das Pilotprojekt ist Teil einer umfassenderen Kooperation zwischen KLM und dem Verteidigungsministerium. Beide Organisationen untersuchen, wie Wissen, Personal und Ressourcen intelligenter eingesetzt werden können, um die nationale Resilienz zu stärken. Eine Möglichkeit ist die gegenseitige Unterstützung bei der Instandhaltung von Komponenten und Triebwerken. Es wird außerdem geprüft, wie bestehende zivile Infrastruktur, wie die Einrichtungen in Schiphol-Oost und Schiphol-Rijk, optimal auch für militärische Zwecke genutzt werden kann. Darüber hinaus prüfen KLM und das Verteidigungsministerium die Möglichkeit, künftig eine spezielle Instandhaltungseinrichtung für militärische Ausrüstung zu errichten.
Bob Fischer
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