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Reifendruck und -temperatur auf dem Smartphone

In Verbindung mit einer App ermöglicht das patentierte Sensair-System des französischen Herstellers Beringer, das in jedem Flugzeug installiert werden kann, dem Benutzer, den Druck und die Temperatur seiner Reifen zu ermitteln. Derzeit ist es für Ultraleicht- und Experimentalflugzeuge verfügbar.

23.09.2021

Das Sensair-System von Beringer wird auf der Felge im Inneren des Reifens montiert. © Gil Roy/Aerobuzz.fr

Was für die Autofahrer selbstverständlich geworden ist, erscheint nun wie eine Revolution in der Allgemeinen Luftfahrt. Bald wird es nicht mehr nötig sein, sich unter die Tragfläche zu legen und die Radverkleidung zu entfernen, um den Reifendruck eines Flugzeugs zu ermitteln. Alles, was Piloten künftig machen müssen, ist, eine Anwendung auf ihrem Smartphone zu öffnen. Piloten von Ultraleicht- oder Experimental-Flugzeugen können dieses System bereits nutzen. Piloten von zertifizierten Flugzeugen müssen sich noch etwas gedulden. Der Hersteller arbeitet an den ersten ergänzenden Musterzulassungen (STC), und die dürften bald für die Flugzeuge von Cirrus sowie die Piper PA-46 vorliegen.

Der Sensor sitzt auf der Felge

Das Sensar-Reifendruck- und Temperaturüberwachungssystem lässt sich leicht an allen Beringer-Rädern installieren. Der Sensor ist in einen Karbonring integriert, der sich im Inneren der Felge befindet. Das Gerät wiegt lediglich 95 Gramm. Es ist mit einer kostenlosen App verbunden. Der Sensor schaltet sich ein, wenn die App aktiv ist und sich das Smartphone in einem Umkreis von drei Metern befindet. Der Sensor geht dann automatisch in den Ruhezustand, um die Lebensdauer der integrierten Batterie (zwei bis drei Jahre) zu verlängern. Künftig kann man sich vorstellen, die Informationen auch in die bordeigene Avionik zu integrieren.
Bis dahin kann der Pilot mit seinem Smartphone den genauen Druck und die Temperatur jedes Reifens abfragen. Da jeder Sensor eine andere Kennung hat, ist es möglich, eine ganze Flotte per Smartphone zu überwachen. Diese Funktion werden nicht nur Mechaniker schätzen. Das System kostet 285 Euro pro Rad. Das ist der Preis für die Sicherheit.

 

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