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Airbus betankt Beluga-Flotte in Broughton mit SAF

Nach Hamburg-Finkenwerder hat Airbus nun auch die Betankung der Beluga-Flotte im Werk Broughton auf eine Mischung aus nachhaltig produzierten Treibstoffen und traditionellem Kerosin umgestellt. Das reduziert den CO2-Ausstoß aus dem Werksflugbetrieb merklich.

15.04.2021

Airbus betankt seine Beluga-Transportflugzeuge in Hamburg und jetzt auch in Broughton mit einer Mischung aus SAF und konventionellem Kerosin. © Airbus

Nachhaltig produzierter Treibstoff SAF (Sustainable Aviation Fuel) ist ein wichtiger Baustein der Strategie der weltweiten Luftfahrt-Industrie, um die verbindlich zugesagten Umweltziele in den nächsten Jahren zu erreichen. Der Flugzeughersteller Airbus hat nun auch am Standort Broughton in Großbritannien damit begonnen, die Beluga-Transportflugzeuge mit einer Mischung aus SAF und konventionellem Kerosin zu betanken. Seit Ende 2019 nutzt der Hersteller diesen Treibstoff bereits in Hamburg-Finkenwerder.

Nachhaltig produzierte Treibstoffe dürfen derzeit bis zu einem Anteil von 50 Prozent getankt werden. Airbus mischt bis zu 35 Prozent SAF auf den Beluga-Flügen in die Treibstofftanks. Dadurch reduziert sich der CO2-Ausstoß auf den Flügen ab Broughton allein in den nächsten drei Monaten um 400 Tonnen, so der Hersteller.

SAF aus Lebensmittelabfällen

Airbus bezieht in Broughton und Hamburg SAF von Air BP.  Der Treibstoff wird aus Lebensmittelabfällen wie beispielsweise altem Speiseöl aus der Gastronomie hergestellt, die normalerweise auf der Müllhalde oder in Müllverbrennungsanlagen landen würden.

Die Beluga-Flotte ist eine wichtige Komponente beim Transport von großen Bauteilen und Segmenten von einem Airbus-Werk zum anderen. Aus Broughton heraus fliegen die Beluga beispielsweise Tragflächen für Airbus-Flugzeuge nach Bremen, Hamburg und Toulouse. Tony Derrien, der Manager Sustainable Aviation Fuels Projects bei Airbus, sagte: „Dieser erste Flug eines Beluga-Transportflugzeugs von Broughton, das zum Teil mit SAF betankt wurde, ist ein wichtiger Meilenstein in den Bemühungen von Airbus, seine industriellen Prozesse zu decarbonisieren. In Kombination mit unseren Forschungen zum Potenzial eines kommerziellen Luftverkehrs mit 100 Prozent SAF unterstreicht die Reduzierung fossiler Brennstoffe bei unseren eigenen Betriebsprozessen das Engagement von Airbus, die Umweltauswirkungen unserer Produktion zu verringern. Wir tragen damit zu einer nachhaltigeren Zukunft für die Luftfahrt bei.“

Volker K. Thomalla

 

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