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Liebherr und GM intensivieren Kooperation bei Brennstoffzellen-Entwicklung

Liebherr-Aerospace und GM setzen ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Systems zur Stromerzeugung an Bord von Luftfahrzeugen fort und werden nun einen ersten Demonstrator bauen, der zeigt, wie Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie in Flugzeugen eingesetzt werden kann.

18.06.2021

General Motors testet eine Brennstoffzelle auf einem Prüfstand im GM Global Propulsion Systems-Zentrum in Pontiac im US-Bundesstaat Michigan. © General Motors/Steve Fecht

Im Juni 2018 hatten Liebherr-Aerospace und der US-Konzern General Motors (GM) ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung einer Brennstoffzellen-APU (Auxiliary Power Unit) bekanntgegeben. Aerobuzz.de hatte seinerzeit darüber berichtet. Nun haben die beiden Unternehmen die Fortführung und Intensivierung dieser Aktivitäten vereinbart. Ziel der Kooperation ist es nun, ein System zur Stromerzeugung in der Luftfahrt auf Basis der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie Hydrotec von GM zu entwickeln.

Bündelung der Kompetenzen

Dafür bündeln beide Unternehmen ihre Kräfte: GM bringt seine Kompetenzen als führendes Unternehmen in der Brennstoffzellentechnologie ein, Liebherr-Aerospace seine Kompetenzen als führender Zulieferer von Luftfahrtsystemen. Die beiden Unternehmen werden einen Technologiedemonstrator bauen, der in einem Prüflabor von Liebherr-Aerospace in Toulouse montiert und getestet wird. „Im Demonstrator werden die präzise gefertigten Brennstoffzellen von GM verbaut sein, der HYDROTEC Power Cube und das Brennstoffzellensystem, wie auch die Steuerelemente und Modelle von GM“, teilten die Partner mit.

Francis Carla, Managing Director und Chief Technology Officer bei Liebherr-Aerospace & Transportation SAS, sagte: „Der Umstieg von konventionellen Lösungen auf ein System zur Stromerzeugung, das auf Wasserstofftechnologie basiert, bedeutet, dass die Systeme an Bord eines Flugzeugs erheblich modifiziert werden – womöglich zugunsten einer verbesserten, effizienteren Leistung des Flugzeugs. Das wollen wir beweisen und gründlich testen. Die Brennstoffzellentechnologie HYDROTEC von GM hat den Vorteil, dass sie in umfangreichen Automobil- und Militärprogrammen vielversprechende Ergebnisse geliefert hat. Sie hat dort gezeigt, dass sie unter dem Gesichtspunkt des Engineerings und der Fertigung zuverlässig ist. Wir entwickeln Niedrigemissionslösungen für die Luftfahrt.“

Volker K. Thomalla

 

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