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MTU-/LH-Technik-Tochter EME Aero fährt Produktion hoch

Das Triebwerks-Instandhaltunsgunternehmen EME Aero, ein 50/50-Joint-Venture der Lufthansa Technik und der MTU Aero Engines AG, fährt langsam seine Aktivitäten hoch. Ab 2026 soll das Werk seine geplante volle Kapazität erreichen.

13.11.2020

Derrick Siebert und Robert Maslach, CEO und COO von EME Aero in Rzeszów. © MTU Aero Engines

EME Aero, das polnische Joint-Venture-Unternehmen von Lufthansa Technik und der MTU Aero Engines AG, fährt langsam seinen Betrieb hoch. Das hochmoderne Werk des 2017 gegründeten Unternehmens ist in Jasionka, nördlich der Stadt Rzeszów angesiedelt, einem Cluster der Luftfahrtindustrie in Polen und Standort der MTU Aero Engines AG für die Montage der Niederdruckturbine für die PW1000G-Getriebefan-Familie.

Bereits im Januar dieses Jahres traf das erste PW1100G-JM-Triebwerk für eine Modifikation bei EME Aero ein. Es erhielt im Rahmen des Pratt & Whitney-Retrofit-Programms eine modifizierte Niederdruckturbine. Seitdem hat EME Aero 14 weitere Triebwerke mit dieser Modifikation versehen und an die Kunden zurückgeliefert.

Das Werk von EME Aero wurde in nur 18 Monaten Bauzeit errichtet. © MTU Aero Engines

Das Unternehmen hat auch schon die ersten regulären Instandhaltungen von Getriebefans erfolgreich gemeistert. Insgesamt wurden bislang sechs Triebwerke in Jasionka überholt. Damit hat sich das Unternehmen qualifiziert und ist nun offiziell Mitglied im GTF-MRO-Netzwerk von Pratt & Whitney.

Herausforderungen durch Covid-19

Derrick Siebert, der Hauptgeschäftsführer (CEO) und Managing Director of Business bei EME Aero, sagte: „Das gesamte Team ist stolz darauf, mit dem Abschluss der ersten Serie von GTF-Shop Visits einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht zu haben. Dies beweist, dass EME Aero nun über alle operativen Fähigkeiten verfügt.” Er sieht das Unternehmen trotz aller Hindernisse und Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie auf einem sehr guten Weg.

Als nächster Schritt ist nun die Implementierung eines Hightech-Flowline vorgesehen, die für Ende dieses Jahres geplant ist. Außerdem laufen die Vorbereitungen für die Aufnahme der PW1500G-Triebwerke, die für Mitte 2021 angestrebt ist.

EME Aero ist auf die Instandhaltung von Getriebefans der PW1000G-Familie spezialisiert und Teil des Pratt & Whitney GTF-MRO-Netzwerkes. © MTU Aero Engines

Robert Maslach, der Chief Operating Officer (COO) und Managing Director of Operations bei EME Aero, sagte: „Wir blicken optimistisch in unsere Zukunft. Der starke Teamgeist aus dem Projekt und dem Hochlauf haben uns geprägt. Sie tragen in diesen herausfordernden Zeiten maßgeblich dazu bei, uns auf den noch bevorstehenden steilen Ramp-up vorzubereiten.“

EME Aero rechnet nun mit einer vollen Betriebsfähigkeit im Jahr 2026. Dann soll das Werk seine jährliche Kapazität von über 450 Shop Visits erreichen und über einen Mitarbeiterstamm von 1.000 verfügen.

 

 

 

 

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