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BER bekommt ein zusätzliches Terminal

Der neue Berlin-Brandenburger Airport BER wird bei seiner Eröffnung bereits zu klein sein, sind sich Experten sicher. Die Flughafengesellschaft plant nun den Bau eines zusätzlichen Terminals vor dem Pier Nord, um die Kapazitätskrise schnellstmöglich zu entschärfen.

3.05.2018

So soll der Eingangsbereich des neuen Terminal 2 am BER einmal aussehen. © ATP/amd

240 Meter lang, 40 Meter breit und 16 Meter hoch und eine Kapazität von sechs Millionen Passagieren pro Jahr. So sieht ein Baustein der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH zur Lösung der drohenden Kapazitätskrise auf dem neuen Hauptstadt-Airport BER aus. Die Betreibergesellschaft wird ein zusätzliches Terminal T2 vor dem Pier Nord durch einen Generalunternehmer errichten lassen. Wer den Zuschlag für den Bau erhält, soll in diesem Sommer entschieden werden. Die Flughafengesellschaft rechnet mit rund 100 Millionen Euro Baukosten.

Ob diese Summe angesichts des Baubooms haltbar ist, bleibt fraglich. Der Bau wird auf jeden Fall unter massivem Zeitdruck errichtet, denn er soll bereits zum derzeit geplanten Start des BER fertig sein. Und das ist nach heutigem Wissenstand der Oktober 2020.

T2 ist für Low Cost Carrier

Das zusätzliche Terminal ist vor allem für die Passagiere von Billigfluggesellschaften vorgesehen und erhöht die Gesamtkapazität des BER bei seiner Eröffnung um sechs Millionen auf  28 Millionen Passagiere pro Jahr. Zusammen mit dem Flughafen Schönefeld, der noch bis Ende 2025 in Betrieb sein wird, schaffe der Flughafenstandort so gut 40 Millionen Passagiere pro Jahr, erwartet Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Er sagte: „Der BER wird von Beginn an über ausreichende Kapazitäten verfügen. Das Passagieraufkommen aus Tegel und auch das zu erwartende Wachstum der nächsten Jahre wird am BER mehr Platz und bessere Bedingungen haben, als wir das bisher anbieten können. Insbesondere die immer stärker werden Low-Cost-Airlines bekommen mit dem zusätzlichen Terminal optimale Voraussetzungen, mehr Passagiere von und nach Berlin zu fliegen.“

Mit der Vergabe an einen Generalunternehmer will der Bauherr die Fehler vermeiden, die beim BER bisher gemacht wurden. Ursprünglich war die Eröffnung des neuen Hauptstadt-Flughafens ja einmal für den Juni 2012 vorgesehen.

Volker K. Thomalla

 

 

 

 

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