Ein Rugby-Spiel zwischen der südafrikanischen (Springboks) und der neuseeländischen Mannschaft (all Blacks) ist immer mit sehr viel Emotionen verbunden. Doch nicht nur das Spiel am Samstag, den 29. August 2026 hat für Aufsehen gesorgt, sondern auch der Überflug von zwei Embraer-Regionaljets der Fluggesellschaft Airlink. Airlink ist Sponsor der südafrikanischen Rugby-Nationalmannschaft und hatte eine Embraer E195 (Kennzeichen ZS-YDE) und eine E190 (Kennzeichen ZS-YAE) zur Verfügung gestellt, um zu Beginn des Spiels in Kapstadt das DHL-Stadion zu überfliegen.
Die beiden Jets wurden ausgewählt, weil einer mit einer grünen und einer mit einer schwarzen Lackierung versehen ist, den Farben der beiden Mannschaften. An Bord der Flugzeuge waren je drei Piloten, nach Angaben von Airlink alles erfahrene Kapitäne.
Die beiden Jets flogen am 29. August 2026 nur wenige Meter über das Dach des vollbesetzten DHL-Stadions in Kapstadt. © Airlink
Die beiden Jets flogen in lockerer Formation vor dem Anpfiff des Spiels über das Stadion, genau in dem Augenblick als ein Feuerwerk gezündet wurde. Der hintere Jet durchflog den farbigen Rauch des Feuerwerks. Die beiden Flugzeuge flogen bei ihrem Überflug nach Daten von Flugverfolgungsdiensten nur zwischen 12 und 14 Meter über dem Stadiondach! Videoaufnahmen, die vom Dach der Sportstätte aus aufgenommen wurden, bestätigen diese Angaben. Zum Zeitpunkt des Überflugs waren 56.000 Menschen im Stadium.
Zwei Stadion-Überflüge in einer Woche
Bereits eine Woche zuvor, am 22. August 2026 hatten die beiden Flugzeuge einen sehr tiefen Überflug über das 10bet Ellis Oark Rugby-Stadion in Johannesburg absolviert, wo. ebenfalls die Teams aus Südafrika und Neuseeland aufeinander trafen. Allerdings ist dieser Überflug nicht so umfangreich dokumentiert wie der eine Woche später.
Die geringe Flughöhe rief weltweit Kritik hervor, denn ein solch geringe Flughöhe über einem Gebäude ist ganz klar ein Sicherheitsrisiko. Die Airline sieht das anders. Aus Sicht von Airlink war der tiefe Überflug in Kapstadt kein Problem. Sie ließ verlautbaren: „Airlink nimmt Kenntnis von den Bedenken, die in verschiedenen sozialen Medien und Online-Foren hinsichtlich des gestrigen Formationsflugs über das DHL-Stadion in Kapstadt geäußert wurden. Der Flug erforderte sorgfältige Planung und Proben, da er das Navigieren in geringer Höhe bei einer Geschwindigkeit von rund 150 Knoten verlangte. Die südafrikanische Luftfahrtbehörde (South African Civil Aviation Authority) und die Flugsicherung (Air Traffic Navigation Services) leisteten wertvolle Unterstützung, erteilten die Genehmigung und trugen dazu bei, einen sicheren Überflug zu gewährleisten.“
Volker K. Thomalla
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