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Niederlande kaufen Buk-Rakete in Georgien

Die niederländischen Streitkräfte haben in Georgien eine Buk-Rakete abgeholt, damit die Staatsanwaltschaft sie für den Prozess um den Abschuss des Fluges MH17 über der Ukraine untersuchen kann. Die Streitkräfte wollen auch feststellen, ob sie dem neuen Joint Strike Fighter gefährlich werden kann.

20.10.2017

Die niederländische Regierung hat eine Buk-Rakete gekauft, um sie im Zusammenhang mit den Untersuchungen zum Abschuss des Fluges MH17 zu untersuchen. © Openbaar Ministerie

Am 21. Februar dieses Jahres waren Angehörige des niederländischen Militäraufklärungsdienstes MIVD in einer C-130 Hercules nach Georgien geflogen, berichtet der holländische Sender RTL Nieuws. Dort haben die Behörden ihnen eine Buk M1-Flugabwehrrakete übergeben. Am nächste Tag flog die Hercules mit der wertvollen Fracht zurück und landete auf dem Militärflugplatz Gilze-Rijen.

Die Buk-Rakete dient als Beweismaterial bei dem Prozess um den Abschuss der Boeing 777 der Malaysia Airlines im Juli 2014, bei dem alle 298 Insassen ums Leben kamen.  Die Niederlande sind als eines von fünf Ländern Teil des Joint Investigation Teams (JIT), das den Prozess vorbereitet. Das JIT hat bereits Fakten über das Buk-Raketensystems erhalten, das es Zugriff auf verschiedene Versionen des Systems von Finnland und der Ukraine erhalten hat.

UN-Resolution unterstützt Untersuchung

Ein Sprecher der holländischen Staatsanwaltschaft (OM) bestätigte die Angaben gegenüber dem Nachrichtensender. Die Niederlande hatten Georgien um rechtliche Unterstützung gebeten, weil das nationale forensische Institut für seine Untersuchungen so viele Informationen wie möglich über das System benötigt. „Deshalb hat das Joint Investigation Team verschiedene Länder kontaktiert, darunter Finnland, die Ukraine und Georgien“, sagte der Sprecher. „Dies sei alles in Übereinstimmung mit der UN-Resolution 2166 geschehen, und Georgien habe die gebetene Unterstützung in Form einer Buk-Rakete gegeben, damit sie für die Untersuchung des Abschusses genutzt werden kann.“

Nicht genannte Quellen haben gegenüber dem Sender RTL Nieuws ausgesagt, dass die Buk M1 auch dem Verteidigungsministerium zugänglich gemacht werde damit dieses untersuchen könne, inwiefern das Flugabwehrsystem eine Bedrohung für den neuen Fighter der niederländischen Luftstreitkräfte, der F-35 Lightning II, darstellen könne.
Bob Fischer

 

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