Im Sommer 2025 haben der schwedische Technologiekonzern Saab und der US-Drohnenhersteller General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung und dem Bau eines Frühwarnsystems auf Basis der MQ-9B angekündigt. Die erste Frühwarndrohne UAEW (Unmanned Airborne Early Warning) ist am 19. Mai 2026 nun zum ersten Mal geflogen, teilten beide Projektpartner mit.
Der Flug fand vom Desert Horizon-Startplatz im Süden des US-Bundesstaats Kalifornien statt. Mit diesem Erstflug wurde die Flugerprobungs- und Testphase des Programms gestartet, die mehrere Monate dauern wird. Am Ende dieser Phase steht eine Demonstration der kompletten Fähigkeiten des Systems, so Saab. Diese Demonstration soll noch in diesem Jahr erfolgen.
Bei der Frühwarndrohne sind die Sensoren in zwei länglichen Pods rechts und links unter den Tragflächen der von einem Turboprop-Triebwerk angetriebenen Drohne untergebracht.
Längere Einsatzdauer, größere Reichweite
Carl Johan Bergholm, der Leiter des Geschäftsbereichs Überwachung, sagte: „LoyalEye auf der MQ-9B bietet entscheidende luftgestützte Sensorik und unterstützt dabei eine verlängerte Einsatzdauer sowie eine erweiterte operative Reichweite. Als Ergänzung zu bemannten Systemen zielt es darauf ab, das Lagebewusstsein zu verbessern und – in Kombination – eine größere operative Reichweite und Flexibilität zu ermöglichen.“
Saab sieht die neue Frühwarndrohne einerseits als Ergänzung von anderen luftgestützten Plattformen wie dem modifizierten Business Jet GlobalEye, andererseits aber auch als Einzellösung zum Beispiel beim Einsatz von Marine-Einheiten auf See.
Volker K. Thomalla
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