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Israel lässt externe Tanks für die F-35I Adir entwickeln

Das israelische Verteidigungsministerium hat mit der Firma Cyclone, einer Tochtergesellschaft von Elbit Systems, einen Vertrag über mehr als 34 Millionen US-Dollar zur Entwicklung externer Treibstofftanks für die F-35I Adir der Israel Air Force unterzeichnet. Dadurch wird die Reichweite des Stealth Fighters erhöht und seine Abhängigkeit von Luftbetankung bei Langstreckeneinsätzen verringert.

15.05.2026

Um die Reichweite der F-35I Adir zu erhöhen, lässt das israelische Verteidigungsministerium konforme externe Treibstofftanks entwickeln. © Lockheed Martin

Elbit Systems gab die Vertragsunterzeichnung mit dem Rüstungsbeschaffungsdirektorat des israelischen Verteidigungsministeriums am 14. Mai 2026 per Pressemitteilung bekannt. Die Vereinbarung umfasst die Entwicklung und Integration externer konformer Zusatztanks auf Basis eines bestehenden Cyclone-Entwurfs, der ursprünglich für die F-16 entwickelt wurde.

Cyclone ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Elbit Systems, die sich auf Bordsysteme und Strukturkomponenten spezialisiert hat. Sie bringt umfassende Erfahrungen in der Entwicklung von Treibstofftanks für die F-35 mit. Das Unternehmen nutzt seine Expertise aus der Entwicklung von F-16-Zusatztanks, um seine Konstruktionsphilosophie an die grundlegend andere Flugzeugzelle anzupassen.

Die Auslegung der Tanks stammt aus F-16-Zeiten

Die F-35I Adir ist eine an die Bedürfnisse Israels angepasste Version der F-35A Lightning II von Lockheed Martin. Das erste Exemplar wurde 2017 in Dienst gestellt und ist seither ein zentraler Bestandteil der strategischen Angriffsfähigkeit Israels. Israel hat die Adir in vielen Kampfeinsätzen eingesetzt, darunter bei Angriffen auf Ziele in Syrien und im Iran. Die Stealth-Eigenschaften, die Sensorfusion und die Systeme für elektronische Kampfführung verleihen dem Fighter Fähigkeiten über die kein anderes Flugzeug im israelischen Arsenal verfügt.

Die F-35A Lightning II führt in ihrer Standardkonfiguration mit internen Tanks rund 8.165 Kilogramm Treibstoff mit und hat bei einem typischen Angriffsprofil einen Kampfradius von rund 600 nautischen Meilen, umgerechnet 1.111 Kilometer. Für die Israel Air Force, die Irans Atomprogramm seit jeher als größte Herausforderung für Langstreckenangriffe bezeichnet, erfordert diese Reichweite sorgfältige Missionsplanungen, Luftbetankung und / oder die Nutzung des Luftraums von Drittstaaten, um Ziele im iranischen Hinterland zu erreichen. Externe Treibstofftanks beheben die Reichweitenbeschränkung zum Teil, allerdings auf Kosten eines erhöhten Radarquerschnitts.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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