Das Royal International Air Tattoo (RIAT), die größte militärische Luftfahrtveranstaltung, die sonst immer im Juli auf dem Stützpunkt der britischen Royal Air Force (RAF) stattfand, wurde heute abgesagt. Gerüchte über eine mögliche Absage hatte es schon seit Wochen gegeben, unter anderem deswegen, weil die US-Streitkräfte, die ja derzeit noch in der Golfregion gebunden sind, zunächst ihre Teilnahme reduziert hatten.
Nun gab der Veranstalter, die Royal Air Force Charitable Trust Enterprises, bekannt, dass intensive Diskussionen mit der RAF und der U.S. Air Force angesichts der aktuellen Situation im Mittleren Osten, keine eindeutige Aussage zum Zugang des Stützpunkts RAF Fairford getroffen werden könne. Da blieb den Verantwortlichen keine andere Wahl als die Veranstaltung für dieses Jahr abzusagen. Die Mottos des diesjährigen RIAT sollten „Fighter Meet“ und „Royal Flight“ lauten. Entsprechende Flugzeuge waren schon aus einigen Nationen angemeldet.
2027 soll das RIAT wieder zurückkehren
Gavin Gager, der Geschäftsführer der Royal Air Force Charitable Trust Enterprises, gab sich kämpferisch und sagte: „Wir wissen, wie viel RIAT allen bedeutet und verstehen, wie enttäuschend diese Nachricht ist. Auch wir sind zutiefst betrübt. Wir danken allen für ihre Unterstützung, Treue und ihr Verständnis. Wir freuen uns darauf, alle 2027 wieder begrüßen zu dürfen und dafür zu sorgen, dass RIAT stärker denn je zurückkehrt.“
Ticker-Inhaber für das RIAT 2026 können entweder den vollen Ticketpreis zurückbekommen, ihr Ticket gegen eines für das RIAT 2027 umtauschen oder das Ticket verfallen lassen und so das Geld an die Stiftung spenden. Das Royal International Air Tattoo ist die größte regelmäßige Einnahmequelle für die gemeinnützige Organisation, die sich um Kriegsversehrte der Royal Air Force kümmert.
Volker K. Thomalla
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