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Erster Transatlantikflug der G800 – zwei Wochen nach dem Erstflug

Die Gulfstream G800 feiert auf der Farnborough International Airshow in dieser Woche ihre internationale Premiere. Der Hersteller flog den Ultralangstrecken-Business-Jet nur knapp zwei Wochen nach seinem Jungfernflug von den USA nach Großbritannien.

17.07.2022

Nur knapp zwei Wochen nach ihrem Erstflug hat die Gulfstream G800 ihren ersten Transatlantikflug absolviert, um an der Farnborough Airshow in England teilzunehmen. © Gulfstream Aerospace

Der Business-Jet-Hersteller Gulfstream Aerospace aus Savannah im US-Bundesstaat Georgia zeigt sein größtes Flugzeugmuster, die Gulfstream G800, auf der heute beginnenden Farnborough International Air Show in Farnborough westlich von London. Das alleine wäre keine Meldung gewesen, hätte nicht der Prototyp des von zwei Rolls-Royce Pearl 700-Turbofans angetriebenen Musters erst vor etwas über zwei Wochen seinen Erstflug absolviert.

Am frühen Morgen des 15. Juli startete der Prototyp der G800 mit dem Kennzeichen N800G vom Savannah/Hilton Head International Airport zu seinem 6:59 Stunden dauernden Transatlantikflug, der in Farnborough endete. Auf dem Flugplatz findet nicht nur die Farnborough International Airshow statt, dort betreibt der Hersteller auch ein neu erbautes, werkseigenes Kundendienstzentrum.

Customer Support Center in Farnborough

Vor dem Transatlantikflug hatte Gulfstream mit dem Flugzeug bereits einen Langstreckenflug von mehr als acht Stunden Dauer absolviert und den Flugbereich des Musters bis zu einer Geschwindigkeit von Mach 0.925 und einer Höhe von 51.000 Fuß (15.545 Meter) eröffnet.

Bei dem Flug nach Farnborough kam die G800 aber nicht an ihre Grenzen, denn die Strecke von Savannah nach Farnborough beträgt 3.598 nautische Meilen (6.664 Kilometer). Als maximale Reichweite seines neuen Flaggschiffs gibt Gulfstream 8.000 nautischen Meilen (14.816 Kilometer) bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach 0.85 an – die G800 hätte also ohne aufzutanken auch wieder von England nach Savannah zurückfliegen können.

Mark Burns, der Präsident von Gulfstream Aerospace, sagte: „Die G800 so kurz nach dem Erstflug auf diesen Transatlantikflug zu schicken, ist außergewöhnlich. Dank unserer strategischen Planung und der Investitionen, die Gulfstream in unsere neuen Flugzeugprogramme getätigt hat, sind wir in der Lage, die G800 mit bemerkenswerter Effizienz zu fliegen und das Flugzeug in einem frühen Stadium des Flugtestprogramms direkt zu den Kunden zu bringen, wie wir es in Farnborough getan haben. Das Gulfstream Farnborough Service Center ist eines unserer neuesten und modernsten, und es ist passend, dass die G800 hier ihr internationales Debüt gibt.“

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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