Aus Sicherheitsgründen sind Wasserabwürfe durch Löschhubschrauber in Frankreich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang bislang verboten. Der Hubschrauber CH-47D Chinook, der im Rahmen einer diplomatischen Ausnahmeregelung operierte und von einer Bell 412 unterstützt wurde, demonstrierte seine nächtliche Einsatzfähigkeit rund um den Ort Luglon. Der Waldbrand hatte über 1.300 Hektar verwüstet und war im Laufe des Tages „für unter Kontrolle“ erklärt worden Mit diesen jetzt durchgeführten Nachtflügen leistete ein Löschhubschrauber zum ersten Mal in Frankreich nächtliche Luftunterstützung bei der Bekämpfung eines Brandes.
Wasseraufnahme aus einem See
Zwei Stunden lang – von 21.40 Uhr bis 00.35 Uhr – nutzte die Chinook mit ihrer Kapazität von 11.300 Litern die Commanday-Seen, die weniger als zehn Kilometer vom Brandherd entfernt liegen, zum Aufnehmen von Löschwasser. Die Chinook wurde von der Bell 412 begleitet, die mit optronischen Systemen zur Einsatzüberwachung und -steuerung sowie zur Erkennung von Hindernissen und Brandherden ausgestattet ist und deutlich über der Chinok flog. Der vertikale Abstand zwischen den beiden Helikoptern betrug bei allen Flügen mindestens 500 Fuß.
Nach dieser Demonstration können die Chinook und ihr Begleithubschrauber bei Bedarf nun regelmäßig auch nachts eingesetzt werden. Mehr noch als die Transportkapazität der CH-47D steht aber die erweiterte zeitliche Löschkapazität im Mittelpunkt des Einsatzes dieser beiden Hubschrauber. Immerhin wurden sie ja extra aus Australien nach Frankreich transportiert, um in diesem Sommer bei der Bekämpfung der Waldbrände Unterstützung zu leisten.
Frédéric Marsaly
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