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Air France hat ihre erste A380 zur Ausmusterung nach Dresden überführt

Air France hat ihren ersten Airbus A380 aus dem Liniendienst genommen. Er wird nun in Dresden bei den Elbe Flugzeugwerken auf seine Ausmusterung vorbereitet. Bis Ende 2022 will sich die französische Fluggesellschaft von ihrer gesamten A380-Flotte trennen.

3.01.2020

Air France hat ihren ersten Airbus A380 ausgemustert. Die Airline hat das Großraumflugzeug nach Dresden geflogen, wo er für die Übergabe an den Leasinggeber Dr. Peters Group vorbereitet wird. © Dresden Airport

Air France hat gestern ihren ersten Airbus A380 zur Vorbereitung der Ausmusterung vom Flughafen Paris Charles de Gaulle zu den Elbe Flugzeugwerken nach Dresden geflogen. Dort wird der zehneinhalb Jahre alte, vierstrahlige Großraumjet gewartet und an den Leasinggeber Dr. Peters Group zurückgegeben. Die Airline hatte das Flugzeug als zweites Exemplar dieses Musters im Februar 2010 übernommen.

Air France hatte das Flugzeug bereits am 23. November zur Firma Aviation Cosmetics nach Malta fliegen lassen, wo es komplett weiß lackiert worden ist. In diesem „Eisbären-Outfit“ flog die F-HPJB (MSN040) bis zum 31. Dezember im Liniendienst der Air France. Seinen letzten Linienflug führte der Großraumjet unter der Flugnummer AF111 am Silvestertag auf der Strecke von Schanghai nach Paris durch.

Schicksal des Jets noch unbekannt

Es ist bislang noch nicht bekannt, ob die Dr. Peters Group für das Flugzeug einen neuen Leasingnehmer sucht oder ob es eingemottet beziehungsweise verschrottet werden soll.

Benjamin Smith, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der Air France, hatte bereits im Juli 2019 angekündigt, dass die aus zehn Flugzeugen bestehende A380-Flotte die Airline bis Ende 2022 verlassen werde. Der jüngste Airbus A380 (F-HPJJ) wurde erst im Juni 2014 an die französische Fluggesellschaft geliefert. Bei seiner Auslieferung wird der Riesen-Jumbo dann gerade einmal acht Jahre alt sein.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

3 Kommentare

  • Gerald'e Rosenblatt

    Es ist so ein Wahnsinn – ich habe an der MSN mitgearbeitet und muss nun dies nach nicht einmal 10 Jahren erleben.???

  • CaptainDaveH

    Angepriesen als ultima ratio,des Bedarfs an Großraumgeräten. Da sieht man wie schnellebig der Markt geworden ist. Jedoch hat Airbus die Konkurrenz im eigenen Hause erschaffen,oder sollte man sagen ,mit der A350 schell auf die veränderte Marktanforderung reagiert.Wie dem auch sei.Jeder der dieses Muster geflogen hat,oder mit ihm geflogen ist,wirds vermissen…Metoo.

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