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AirAsia hebt die Zahl der A220-Aufträge über die Marke von 1.000

Airbus hat heute den größten Auftrag für die A220 erhalten. Die AirAsia unterschrieb nach langen Verhandlungen eine Festbestellung über 150 Exemplare.

6.05.2026

AirAsia hat am 06. Mai 2026 einen Mega-Auftrag platziert und 150 A220-300 bestellt. © Airbus

Bereits gestern war es kein Geheimnis mehr, und die Wirtschaftsnews-Dienste berichteten im Vorfeld von dem bevorstehenden Mega-Auftrag der malayischen Billigfluggesellschaft AirAsia für Airbus. AirAsia hat 150 Airbus A220-300 fest bestellt und den Auftrag gestern im Airbus-Werk in Mirabel in Kanada unterschrieben. Außerdem hat die Airline Optionen für 150 weitere Exemplare gezeichnet. AirAsia wird ihre A220-300 mit 160 Passagiersitzen bestuhlen lassen. Der Bestellung waren Verhandlungen vorausgegangen, die mehr als ein Jahr gedauert hatten.

Der Auftrag ist der größte, der bislang für die A220-Familie erteilt wurde und hebt die Zahl der fest bestellten A220 über die Marke von 1.000. Die AirAsia-Gruppe betreibt eine reine Airbus-Flotte, aber die A220-300 ist ein neues Muster für die Airline. Bislang hat die Airline-Gruppe mit den beiden Fluggesellschaften AirAsia und AirAsia X 647 Flugzeuge bei Airbus bestellt, von denen bereits 259 Exemplare ausgeliefert wurden. In dieser Zahl sind die heute in Auftrag gegebenen A220-300 noch nicht eingerechnet.

AirAsia betreibt eine reine Airbus-Flotte

Tony Fernandes, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der Capital A-Holding und Berater der AirAsia Group, sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Kanada: „Wir haben AirAsia aufgebaut, indem wir im richtigen Moment mutige Entscheidungen getroffen haben – und zwar nicht unbedingt im einfachsten Moment. Diese Bestellung spiegelt unsere langfristige Disziplin sowie das Ausmaß unserer Ambitionen wider. Die A220 erschließt neue Märkte und Routen und bringt uns unserem Ziel näher, den weltweit ersten echten Low-Cost-Netzwerk-Carrier aufzubauen. Unsere Partnerschaft mit Airbus währt bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten und war von zentraler Bedeutung für alles, was wir erreicht haben. Der heutige Tag markiert einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg – und viele weitere werden noch folgen.“

Bo Lingam, der Group CEO der AirAsia Group, erklärte: „AirAsia hat mehr als zwei Jahrzehnte damit verbracht, die Welt kleiner zu machen. Wir haben Malaysia zum weltweit führenden Drehkreuz für Billigflieger ausgebaut und Millionen von Menschen in ganz Asien, die zuvor noch nie geflogen waren, den Zugang zum Luftverkehr eröffnet. Dieses Flugzeug versetzt uns in die Lage, das größte und dichteste Streckennetz aufzubauen, und dient uns dabei als unverzichtbares Instrument zur Steigerung der Effizienz. Seine Reichweite von bis zu sieben Stunden eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten; sie erlaubt es uns, die Kapazitäten passgenau auf die Nachfrage abzustimmen und unseren Gästen durch erhöhte Flugfrequenzen die Flexibilität zu bieten, genau dann zu fliegen, wann immer sie es wünschen. Wir haben das Reisen in Asien demokratisiert, indem wir Routen erschlossen haben, die zuvor als undurchführbar galten – und nun werden wir genau dies für die ganze Welt tun.“

Über 500 A220 wurden bereits ausgeliefert

Airbus hatte erst im März dieses Jahres den 500. Airbus A220 an einen Kunden übergeben. Bei den Auslieferungen dominiert klar die größere Version des Musters, die A220-300. Von dieser wurden bis Ende März 426 Exemplare produziert, von der kleineren Version A220-100 waren es 75. Die größten Nutzer der A220-Familie sind Delta Air Lines mit einer Flotte von derzeit 40 A220-300 und 45 A220-100, gefolgt von JetBlue Airways mit 61 A220-300 und airBaltic und Breeze Airways mit jeweils 54 A220-300. airBaltic ist eine reine A220-Airline, sie nutzt kein anderes Muster.

Airbus produziert die A220 im Werk in Montreal in Kanada sowie seit 2019 auch in einem neu errichteten Werk in Mobile im US-Bundesstaat Alabama, wo vornehmlich die Flugzeuge für US-Kunden entstehen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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