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Cathay Pacific verliert im November weiter Passagiere

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific erlebt derzeit einen massiven Einbruch bei den Passagierzahlen. Vor allem die Kunden aus China meiden derzeit Hongkong. Die Airline passt ihre angebotenen Kapazitäten nun der Nachfrage an.

22.12.2019

Cathay Pacific hat wegen der anhaltenden Proteste in Hongkong im November 2019 einen Rückgang der Passagierzahlen in Höhe von neun Prozent verkraften müssen. © Cathay Pacific

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific aus Hongkong hat im November einen erneuten Rückgang der Passagierzahlen verkraften müssen. Die seit Monaten anhaltenden Proteste der Demokratiebewegung in Hongkong haben vor allem chinesischen Reisenden die Lust verleidet, die ehemalige britische Kronkolonie zu besuchen.

Cathay Pacific und die Tochtergesellschaft Cathay Dragon haben im November 2019 insgesamt 2.623.764 Fluggäste an Bord ihrer Flotte begrüßen können. Das sind 9,0 Prozent weniger als im November 2018. Zwar haben die Fluggesellschaften einen Rückgang erwartet und das Flugangebot und die Kapazitäten zurückgefahren, aber der Sitzladefaktor sank trotzdem, und zwar um 3,2 Punkte auf 80,1 Prozent.

Angebot steigt, Passagierzahlen sinken

Die Gesamtbilanz für das Jahr 2019 sieht bislang aber nicht so dramatisch aus, wie es die Monatszahlen für den November vermuten lassen könnten. Trotzdem zeigen die bisherigen Zahlen, dass Cathay Pacific eine komplett andere Geschäftsentwicklung erwartet hat. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres sank die Passagierzahl um 0,4 Prozent, währen die angebotene Zahl an Sitzplatzkilometern um 5,7 Prozent stieg.

Weniger betroffen war die Fracht, aber auch sie litt unter der Situation. Beide Fluggesellschaften beförderten zusammen im November 2019 177.964 Tonnen Fracht und damit 3,9 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Ronald Lam, der Group Chief Customer and Commercial Officer der Cathay Pacific Group, konnte deswegen keine Entwarnung geben. Er sagte bei der Präsentation der November-Zahlen seines Unternehmens: „Wir gehen davon aus, das der Rest des Jahres 2019 unglaublich herausfordernd bleiben wird. Und wir gehen davon aus, dass unsere finanziellen Ergebnisse im zweiten Halbjahr deutlich unter denen des ersten Halbjahres liegen werden. Als Unternehmen verfolgen wir weiterhin aufmerksam die Stimmung des Marktes und die globalen Reisetrends, bleiben agil in unserem Geschäft und stellen sicher, dass unsere Passagier- und Frachtkapazitäten optimal an der Nachfrage ausgerichtet sind.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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