Homepage » Luftverkehr » Qantas wird die Airbus-A380-Ausmusterung vorziehen

Qantas wird die Airbus-A380-Ausmusterung vorziehen

Die australische Airline-Gruppe Qantas treibt die Modernisierung ihrer Flotte voran. Sie hat angekündigt, die Ablösung ihrer Airbus-A380-Flotte um vier Jahre vorzuziehen und die Beschaffung von neuen zweistrahligen Widebodies zu beschleunigen.

27.08.2026

Qantas wird die Ausmusterung ihrer A380-Flotte um mehrere Jahre vorziehen. © Qantas

Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse des Finanzjahres 2026 hat Vanessa Hudson, die Hauptgeschäftsführerin (CEO) der Qantas Group, heute bekanntgegeben, dass Qantas mit der Ausmusterung ihrer Airbus-A380-Flotte bereits 2028 beginnen werde. Bislang hatte die australische Airline geplant, ihre vierstrahligen Flaggschiffe erst ab 2032 in den Ruhestand zu schicken. Qantas hatte ihre erste A380 im September 2008 in Empfang genommen. Die Airline hatte ursprünglich 20 Exemplare fest bestellt, später aber acht Aufträge wieder storniert. Derzeit betreibt sie noch zehn A380.

Qantas hatte ihre erste A380 – das Flugzeug mit dem Kennzeichen VH-OQA und dem Taufnamen Nancy-Bird Walton – im September 2008 in Toulouse übernommen. © Volker K. Thomalla

Hudson sagte: „Die Erneuerung unserer Flotte schreitet zügig voran: Im Laufe dieses Jahres wurden 17 neue Flugzeuge in Dienst gestellt, und bis zu 31 weitere werden im kommenden Jahr erwartet – der Großteil davon für Qantas. Unsere Kunden berichten uns, wie sehr diese Flugzeuge das Flugerlebnis verbessern; zudem tragen sie maßgeblich zu unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bei. Mit der für April geplanten Auslieferung der ersten A350-1000ULR im Rahmen von ,Project Sunrise’ sowie weiteren A350- und 787-Flugzeugen im Zulauf beginnt für die internationale Flotte von Qantas eine neue Ära; diese Flugzeuge der nächsten Generation werden die Art und Weise, wie unsere Kunden reisen, grundlegend verändern. Dies ermöglicht es uns, ab 2028 mit der Ausmusterung unserer A380-Flotte zu beginnen.“

Qantas will weitere Widebodies ordern

Qantas teilte mit, dass die Airline-Gruppe mit Airbus und Boeing in Diskussionen stehe, um 20 Kaufrechte für A350 und 787 bis 2030 in feste Bestellungen umzuwandeln.

Die zur Qantas Group gehörende Billigfluggesellschaft Jetstar Domestic übernahm neue Flugzeuge und betrieb Ende Juni insgesamt 98 Flugzeuge, darunter 25 A321LR, 6 A321-200, und 51 A320-200, 5 A320neo sowie 11 Boeing 787-8 Dreamliner.

Obwohl der Irankrieg durch Flugausfälle und höhere Kosten die Airline im Finanzjahr 2026 bislang rund 300 Millionen australische Dollar (umgerechnet 185 Millionen Euro) gekostet hat, erreichte die Qantas Group einen Gewinn vor Steuern von 2,06 Milliarden australischen Dollar (1,27 Milliarden Euro). Die Airline beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Bonus für das abgelaufene Finanzjahr jeweils 1.000 australische Dollar (616 Euro) in Form von Aktien erhalten.

Volker K. Thomalla

 

Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Folgen Sie uns auf Bluesky

Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Der erste Airbus A350-1000ULR für Qantas fliegt

Vergessenes Werkzeug in der Tragfläche einer Qantas-A380 entdeckt

Qantas hat ihren ersten Airbus A321XLR übernommen

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.