Die belgische Regierung plant, die gesamte verbliebene F-16-Flotte des Landes bis 2030 an die Ukraine zu spenden. Das berichtet die Tageszeitung „De Morgen“ unter Berufung auf gut informierte Quellen.
In diesem Jahr liefert das Land erstmals sieben F-16 an die Ukraine. Vier derFighter werden bereits jetzt zur Ausbildung ukrainischer Techniker eingesetzt. Sie sind aber nicht mehr flugtauglich. Die drei übrigen Fighter sind weiterhin einsatzbereit.
Sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, wird Belgien in den Jahren 2027 und 2028 rund 20 F-16 an das von Russland überfallene Land liefern. Das sind zwar etwas weniger als von der Vorgängerregierung unter Premierminister Alexander De Croo versprochen, doch Belgien will diese Verzögerung durch die neue Zusage, die restliche eigene F-16-Flotte bis 2030 zu liefern, mehr als wettmachen. Die belgischen Luftstreitkräfte verfügen derzeit noch über 53 F-16. Das Muster wird von der F-35A Lightning II abgelöst. Die ersten belgischen F-35A sind im Oktober 2025 in Belgien eingetroffen. Das Land hat bislang 34 F-35A fest bestellt, allerdings plant das Verteidigungsministerium die Beschaffung von elf weitere Exemplaren.
Die Regierung hat bislang aber noch keine formelle Entscheidung über die Abgabe von 23 zusätzlichen F-16 an die Ukraine getroffen. Diese Entscheidung wird voraussichtlich erst im Laufe des Jahres 2028 fallen, wenn die Regierung grünes Licht für neue Militärhilfe an die Ukraine in den Jahren 2029 und 2030 geben muss. Es wird erwartet, dass die Ukraine die gespendeten belgischen F-16 hauptsächlich als Ersatzteilspender nutzen wird.
Bob Fischer
Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Folgen Sie uns auf Bluesky
Liken Sie uns auf Facebook
Schon gelesen?
Nach den Sea King wird die Ukraine auch die Sea Lynx übernehmen