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RAF hat Eurofighter Typhoon mit Anti-Drohnen-Raketen ausgerüstet

Drohnen stellen derzeit die größte konventionelle Bedrohung für Streitkräfte dar. Die britische Royal Air Force (RAF) hat nun einen Teil ihrer Kampfflugzeugflotte mit neuen Flugkörpern gegen unbemannte Ziele bestückt. Die Entwicklung gelang in Rekordzeit.

19.05.2026

Der Abschussbehälter für die Anti-Drohnen-Raketen ist an einer der äußeren Unterflügelstationen aufgehängt. © Royal Air Force / Crown Copyright

Drohnen haben die militärische Landschaft in den letzten Jahren in einer Weise umgekrempelt, wie es vielleicht nur die Einführung der Panzer im Ersten Weltkrieg getan haben. Sie sind verhältnismäßig günstig, können in großer Stückzahl produziert werden und sind in der Lage, die Flugabwehr zu überfordern und massive Schäden anzurichten.

Ihre Bekämpfung mit teuren Lenkflugkörpern ist zwar möglich, kostet aber enorme Summen und kann die Vorräte von Militärs erschöpfen. Deshalb suchen Streitkräfte auf der ganzen Welt nach günstigen und wirkungsvollen Gegenmitteln gegen die Drohnen.

Kosteneffiziente Drohnenbekämpfung

Ein Teil der Eurofighter Typhoon der britischen Royal Air Force (RAF) wurden mit einer neuen, kosteneffizienten Drohnenabwehr-Waffe ausgerüstet, die nun im Rahmen von Einsätzen im Nahen Osten auch im scharfen Schuss genutzt wird.

Die britische Royal Air Force hat einen Teil ihrer Eurofighter-Typhoon-Flotte mit Anti-Drohnen-Raketen ausgerüstet. © Royal Air Force / Crown Copyright

Das APKWS (Advanced Precision Kill Weapon System) ermöglicht präzise Wirkung gegen moderne Drohnenbedrohungen – und dies zu deutlich reduzierten Kosten als es mit den bislang genutzten Lenkflugkörpern möglich war. In jeder Starteinheit des an Unterflügelstationen der Typhoon mitgeführten Systems befinden sich sieben Raketen, die zur Bekämpfung von langsam fliegenden, unbemannten Fluggeräten optimiert sind.

Das APKWS wurde in weniger als zwei Monaten entwickelt, erprobt und für Einsatzflüge zugelassen. Nach Angaben der RAF sei diese rasante Geschwindigkeit nur durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie möglich gewesen. Dies unterstreiche die Fähigkeit sich schnell an neu aufkommende Herausforderungen anzupassen.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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