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Aquarius AFF muss Löschflugzeuge aus Belgien abziehen

Im Hohen Venn in Belgien wütet der größte Brand in der Geschichte des Landes, doch dem Löschflugzeug-Betreiber Aquarius AFF, einer Tochtergesellschaft von Cargolux, werden keine Genehmigungen erteilt, um die Crews der in Belgien stationierten AT-802F Fire Boss zu trainieren.

20.08.2026

Wegen fehlender Trainingsmöglichkeiten in Belgien wird Aquarius AFF seine Löschflugzeuge Ende des Jahres aus Belgien abziehen. © Aquarius AFF

Die Cargolux-Tochter Aquarius Aerial Fire Fighting (Aquarius AFF) aus Luxemburg ist ein ziviler Betreiber von Löschflugzeugen des Typs Air Tractor AT-802F Fire Boss. Sie hat seit März letzten Jahres vier ihrer amphibischen Löschflugzeuge auf dem Flugplatz Zwartberg in der Provinz Limburg in Belgien stationiert. AeroBuzz hatte darüber berichtet. Die Flugzeuge stehen bereit, um international bei Wald- und Buschbränden zu helfen. Dazu werden sie mit ihren Crews vermietet.

Obwohl derzeit im Hohen Venn der größte Vegetationsbrand in der Geschichte Belgiens tobt, wurde keines der Flugzeuge angefordert. Stattdessen helfen zwei AT-802 Fire Boss aus Schweden. Die Aquarius-AT-802 sind derzeit im Ausland im Einsatz, sagte Wieger Ketellapper, der Hauptgeschäftsführer (CEO) des Unternehmens, gegenüber belgischen Medien.

Die Flugzeuge sollen nach Österreich verlegt werden

Die AT-802F von Aquarius AFF sollen Ende des Jahres, wenn der Vertrag mit dem Flugplatz Zwartberg ausläuft, Belgien verlassen und nach Österreich verlegt werden. Als Grund dafür nannte das Unternehmen, dass die örtlichen belgischen Behörden sich weigerten, Schulungsgenehmigungen für die Crews zu erteilen. Es geht um Genehmigungen, Gewässer für Trainingsflüge zu nutzen. Dabei müssen nicht nur Anflüge erfolgen, es muss auch Wasser aufgenommen und abgeworfen werden, damit die Piloten für die echten Löscheinsätze fit sind. Die lokalen Behörden haben in Absprache mit dem Unternehmen eine Liste geeigneter Gewässer erstellt, aber keine Genehmigung für deren Nutzung erteilt.

Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken reagierte auf die Berichte und hat die aktuelle Situation kritisiert und es als „inakzeptabel“ bezeichnet, dass die Piloten keine Ausbildungsmanöver auf irgendeinem der Seen, Kanäle oder Flüsse des Landes durchführen dürfen. Er hat den Gouverneur von Limburg gebeten, eine Lösung zu finden. Der Gouverneur erklärte jedoch, dass jede Entscheidung zur Verlegung der Aktivitäten von Aquarius AFF letztlich eine geschäftliche Entscheidung des Privatunternehmens sei.

Aquarius AFF betonte, dass Belgien trotz der geplanten Verlegung auch in Zukunft, wenn Bedarf bestünde, die Flugzeuge leasen könne.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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